Vorbereitungen

Eine kleine Weile ist es jetzt schon her, dass ich wieder im Alltag zuhause gelandet bin. Mit mir heim geflogen sind Erfahrungen, Erinnerungen und Begegnungen, die man sonst glaube ich nirgends in der Art hätte sammeln können. Knapp 900km sind wir gelaufen, gestartet bei einer verrückten Katzenlady in St- Jean-Pied-de-Port in Frankreich und angekommen an der Küste Spaniens in Fisterra. Ob Erleichterung, Verzweiflung, Freude, Überwältigung oder Ruhe… der Camino bietet jeden Tag etwas Neues. Wer nochmal genauer unseren Weg im Nachhinein verfolgen möchte, kann einfach bei Anne oder Raika im Blog vorbeischauen. Die Zwei haben fleißig jeden Tag unsere Erlebnisse in kurzen Einträgen mit vielen Fotos zusammengefasst.

Fast am Ziel. Das Meer ist schon zu sehen.
Raika, Anne und ich fast am Ziel. Das Meer ist schon zu sehen.

Jetzt wo ich wieder hier bin, gehen auch die Vorbereitungen weiter. Angefangen mit der Auswahl ob ich beim Vorbereitungsseminar, was im Juli ansteht, lieber Tee oder Kaffee in der Pause trinke, bis über die Übermittlung meiner Wunschflugdaten. (Theresia und ich wissen leider immer noch nicht wann wir genau fliegen.) Endlich haben wir auch Kontakt zu den Beiden jetzigen Freiwilligen, Lynn und Carlota. (Wen es interessiert, Lynn hat auch einen Blog, er ist hier zu finden.) Mit Carlota habe ich schon kurz in Whatsapp geschrieben und sie hat mich bereits beruhigt was das Visum und so angeht, das steht nämlich auch noch aus. Zum jetzigen Zeitpunkt haben Theresia und ich noch nicht so recht Ahnung was unser Visum betrifft… wir warten beide noch auf Infos von Kolping, die eigentlich bald kommen sollten. Das Visum zu beantragen ist wohl für Tansania alles gar nicht so simpel, Lynn und Carlota hatten da letztes Jahr auch so ihre Probleme mit, wie wir es aus ihren Zwischenberichten entnehmen konnten. Also lass ich es jetzt einfach mal auf mich zukommen, wahrscheinlich werden wir mit einem Touristenvisum einreisen und dort mit unserem Projektpartner David alles weitere beantragen. Ich werde berichten wie das Visum-Abenteuer weitergeht… Was das Swahili lernen angeht bin ich leider nicht wirklich weitergekommen. Neben meinem Bett liegt zwar ein kleines Büchlein zum „Lernen“, jedoch fällt es mir echt sehr schwer eine völlig fremde Sprache selbst zu erarbeiten. Kurse gibt es hier in der Umgebung auch keine und mit dem Online-Kurs kam ich auch gar nicht zurecht. Doch auch hier hat Carlota mir ein wenig die Sorgen genommen. Sie meinte, dass Sie und Lynn auch ohne große Sprachkenntnisse (aufgrund der selben Problemen, die auch ich habe) dort hingekommen sind und sie beide mittlerweile recht gut Swahili sprechen würden. Am Meisten, so meint Carlota, lernt man die Sprache einfach im Alltag und im Kontakt mit den Menschen dort. Ich bin gespannt! Die nächste wichtige Entscheidung, die Theresia und mir bevor steht, ist die, wer nach Lushoto (etwa 2 1/2 Stunden von Tanga entfernt in den Bergen) und wer nach Tanga geht. Wir hoffen dass Lynn und Carlota uns bei der Entscheidung etwas helfen können, jedoch fällt es echt nicht leicht. Ansonsten bin ich grade dabei Spendenflyer zu verteilen und Spenden zu sammeln um den Förderkreis aufzubauen. Für morgen steht das Tropeninstitut Mainz an, hier bekomme ich die nötigen Impfungen und Informationen für meine Auslandszeit.

Zu guter Letzt hier noch ein Link zu einem Lied auf Swahili, das ich geschickt bekommen habe mit den Worten: „Kannst du schon mal für Afrika lernen, das hört man da überall. 🙂 “ Wikipedia sagt, es sei wohl einer der am international bekanntesten kenianischen Popsongs und enthält viele verschiedene gängige Phrasen auf Swahili wie: „Habari gani? Nzuri.“→“Wie gehts? Gut.“ oder „Hakuna matata.“→“Keine Sorgen.“. Ich bin gespannt ob ich mal was von dem Lied hören werde, wenn ich dort bin. Hier gehts zu dem Lied.

Ein kurzes Hallo

Hallo liebe Blogleser!

Herzlich willkommen in meinem Blog. Für meinen ersten Blogeintrag dachte ich mir, ich berichte einfach mal ein bisschen über all das, was so in den letzten Monaten bei mir anstand.

Beendet habe ich das letzte Jahr mit dem Abschicken meiner Bewerbung für einen weltwärts-Freiwilligendienst mit Kolping in Thailand (der ein oder andere wird sich an dieser Stelle wundern, warum dann mein Blog dann Tansanijahr heißt, aber dazu später mehr), und voller Erleichterung konnte ich einige Tage später die Einladung zu einem Vorbereitungsseminar in meinem Postfach finden. In das neue Jahr bin ich mit Lernen gestartet. Das schriftliche Abitur stand vor der Tür und jegliche Informationen von 2 1/2 Jahren Oberstufe mussten wieder in meinen Kopf. Ein relativ unspektakulärer Januar ging dann vorüber, die Abiarbeiten waren geschrieben und ich steckte mitten in den Vorbereitungen für unseren Abiball. Schneller als erwartet war auch schon das Vorbereitungsseminar Ende Februar da. Mit gemischten Gefühlen und der Panik, in den falschen Zug zu steigen (soll schon mal vorkommen…) habe ich mich dann aber doch in einem Abteil mit fünf anderen Bewerbern wiedergefunden und wir machten uns auf den Weg nach Bonn. Die drei Tage dort mit etwa 50 anderen Jugendlichen, die sich auch alle bei Kolping für einen Freiwilligendienst beworben hatten, waren eine tolle Erfahrung. Kolping entsendet Bewerber in die ganze Welt, und ursprünglich hatte ich mich ja für ein Projekt in Thailand beworben. Doch während dem Wochende stellte sich heraus, das auch Ostafrika eine Möglichkeit für mich sein könnte. So kam es dann auch, dass ich einige Tage nach meinem mündlichen Abi einen Anruf bekam und alles ein bisschen anders als ursprünglich geplant war. Afrika, Tansania, TAYODEA – ich hab erstmal eine Weile gebraucht um überhaupt zu verstehen wo und wie ich da jetzt bald ein Jahr verbringen werde. Ein ganz anderes Land als gedacht, wahrscheinlich alleine in einer Gastfamilie, Swahili lernen… Im Endeffekt bin ich dann aber echt froh, da gelandet zu sein, wo ich jetzt bin und freue mich auf alles das, was kommt. Mehr über mein Projekt findet man oben in der Leiste auf der Seite „mein Projekt“. Abistreich und Abiball liegen jetzt auch hinter mir, und die Schule ist jetzt endgültig rum – irgendwie komisch, aber irgendwie auch echt schön!

Anne und ich beim Abistreich:

IMG-20160329-WA0005Und jetzt? Jetzt bin ich dann mal weg. Zusammen mit Anne und Raika findet man mich im nächsten Monat auf dem Jakobsweg. Ich freue mich sehr auf dieses „Abenteuer“. Falls ich Hotspots finde, melde ich mich vielleicht mal von unterwegs, spätestens aber wenn ich wieder zuhause bin. Ich freue mich schon, zu berichten – vom Jakobsweg, und später dann von meinem TansaniJahr!

P.S.: Informationen zu mir und um was es hier geht, sind zu finden unter über mich, mein Projekt, die Entsendeorganisation und Spenden – dies ist ein sehr wichtiger Punkt für mich 🙂

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