1 Woche Moshi – ein großes Wiedersehen, Zwischenseminar & das böse Wort mit „M“

Nachdem nun die Hälfte meiner Zeit hier vorüber ist und das ja nicht nur für mich, sondern auch für 25 weitere Kolping-Freiwillige in ganz Ostafrika gilt, stand das Zwischenseminar vor der Tür. Aus Malawi, Uganda und Kenia sind alle nach Tanzania, genauer gesagt nach Moshi, angereist. Für die einen hieß das 45 Minuten, für die anderen teilweise mehrere Tage im Bus sitzen… Ich war mit 6 Stunden ganz gut dran und konnte nach der Woche, die ich hier mit Till aus Bukoba verbracht hatte, entspannt im Bus anreisen.

Till, Madame Aghata und ich

Das Zwischenseminar ist ein von weltwärts vorgeschriebenes Seminar und mit Kolping hatte ich das Glück, dass wir genug Freiwillige aus Ostafrika sind, sodass das Seminar Organisationsintern durchgeführt wird. Sprich Judith, die auch das Auswahl- und Vorbereitungsseminar mit geleitet hat, kam extra aus Deutschland runter geflogen. Als Locals von Kolping hatten wir Richard aus Singida, ebenfalls ein sehr bekanntes Gesicht, Aloyce aus Kenia und Peter ebenfalls aus Tanzania, der selbst schon einmal für längere Zeit in Deutschland war. Alle zusammen stellten wir uns unseren Tagesablauf zusammen und reflektierten die fünf Tage vor allem unseren bisherigen Freiwilligendienst. Es ging um unsere Rolle als Freiwilliger, unsere Arbeit, den Austausch und die Hindernisse der verschiedenen Kulturen sowie Fortschritte, Rückschläge, Probleme oder Hoch- und Tiefpunkte. Alles in allem lebte das Seminar vom Austausch untereinander und dem diskutieren über die verschiedenen Einheiten. Ebenso wurde neue Motivation geschöpft für unsere restliche Zeit und man konnte ein paar neue Ideen und Ansätze sammeln. Eine wunderbare Zeit und Gelegenheit so viel mehr als man es in so manchen Blogs von den Mitfreiwilligen lesen kann, über sie und ihr leben hier zu erfahren! Das Programm war locker und offen genug um uns genug Zeit hierfür zu geben (vor allem bei dem super Essen 😍)

Viel zu schnell war leider die Woche vorbeigerauscht und Freitags feierten wir Abschied, da einige Samstag schon sehr früh heim mussten oder bei vielen Stand der lang ersehnte Besuch aus der Heimat an (nächste Woche ist es auch bei mur soweit! 🙂 ). Eigentlich wollten wir uns mit ein paar von den dort Gebliebenen noch einen schönen Tag machen und erst am nächsten Tag die Heimreise Antreten, das fiel für mich leider (im wahrsten Sinne des Wortes) flach…

Unser Tagesplan

Die Ostafrika Gruppe und vorne unsere Seminarleiter

Hier kommt das böse Wort mit „M“ ins Spiel und das ist *Trommelwirbel* … Malaria. Mist. Ja, nach einem halben Jahr trotz NoBite, Mückennetz und der Tatsache dass ich so ziemlich als Einzige in nahezu mückenfreien Gebiet wohne, hat es mich dann erwischt. Mit einmal ging es mir Samstag mittag ziemlich schlecht und da sich das auch nach Ausruhen nicht bessern wollte und noch Fieber hinzukam gehen hier in Tanzania direkt alle Alarmglocken an. Zum testen (das ist hier ein Standarttest für umgerechnet 1€) bin ich in die nächste Dispensary gegangen und siehe da… Ich habe für dieses Jahr scheinbar das Tanzania All-Inclusive-Paket gebucht, kam die befürchtete Antwort zurück, dass ich Malaria hätte. Mir ging es auch von mal zu mal schlechter (Details erspare ich euch hier mal 😀 ) und nach einem kurzen Aufenthalt in der Dispensary, in der ich direkt eine Injection bekam, wurde ich mit dem Malaria Gegenmittel und einem Antibiotika (scheinbar habe ich auch noch eine Infektion vom der ich nichts weiß?! 😀 ) „heim“ entlassen. Die folgenden Tage waren echt nicht ganz so cool und ich lag nur im Hotel rum weil Heimfahren ging so leider nicht… Theresia ist lieberweise bei mir geblieben! 🙂 Die Medikamente schlugen aber an, sodass ich nach einem erneuten Test (der dann negativ war 🙌) endlich heim konnte. Ich war einfach froh die gewohnte Umgebung wieder um mich zu haben und vor allem wieder fit zu sein! Jetzt bin ich wenigstens ein bisschen besser über diese ganze Malaria Sache informiert und hab echt nen besseren Plan davon… eine positive Sache hatte es ja 😀 Nochmal brauch ich das aber bitte nicht!

Also bis nächstes mal und bleibt alle fit! 🙂

Der erlösende Zettel 🙂

P.S.: Ich habe es nach einem halben Jahr dann auch mal geschafft die anderen weltwärts-Blogs zu verlinken… Also wer an ein paar Erlebnissen aus aller Welt Interessiert ist, der klickt oben in der Leiste einfach mal auf „die Anderen“. Viel Spaß! 🙂