Willkommen im Team Lushoto…

…das war die erste Nachicht, die ich von Lynn bekommen habe, nachdem wir uns endlich entschieden hatten wer wohin geht. Seit letzter Woche Mittwoch bin ich jetzt hier in Lushoto und möchte meinen von ersten kleinen Eindruck von der Gegend gern berichten. 

Nach einer abenteuerlichen Fahrt mit den Coaster (ein kleiner Bus) nach Soni, einhergehend mit sehr engem Kuscheln mit dem Sitzpartner und dem Erstaunen über die Quetschfähigkeiten der Buscrew (es wurde nicht losgefahren bis alle Viererreihen mit fünf Leuten bestückt waren 😀 ) wurden wir nach etwa 3 Stunden Fahrt von David, unserem Projektpartner, in Soni abgeholt.

Ankunft in Soni

Erster Eindruck: Wunderschöne Landschaft aber warte ich hol mir kurz meinen Schal und die Jacke raus… Ja, es ist richtig kalt! (Dicke Leggins und weitere Jacke sind schon auf dem Weg 😉 ) David brachte uns erstmal zu seiner Mutter nach Misalai, dort wo meine Vorfreiwillige ein Jahr gewohnt hat. Zwei Nächte haben wir bei ihr zusammen geschlafen und Tagsüber sind wir das Workcamp (auch von Kolping eine Gruppe, die 3 Wochen hier gewohnt und Steine für ein Ausbildungszentrum hergestellt hat) „besuchen“ gegangen 😀 Besuch hieß hier, dass wir einfach mit ihnen Steine schleppen mussten…

Das erste mal Ugali, ein Maisbrei… Entweder gibt es das oder Reis zum essen (mit Ausnahmen natürlich 😀 )

Steine zum Brennofen gestapelt – Heimantsgefühle kamen auf, denn danach sah man aus, als hätte man sich ne Stunde im Roten Hang gewälzt 😀

David hatte es scheinbar nicht so eilig mir meine neue Gastfamilie, das Jugendzentrum oder die Schule zu zeigen. Nach ein wenig warten und fragen sind wir dann Freitags doch zu der Schule gegangen haben kurz mit dem Direktor gesprochen und der letzte Stand von ihm war: Ohne Workpermit, keine Arbeit. Aber ich sollte doch trotzdem am Montag nochmal vorbei kommen… Am selben Tag wurde ich dann auch meiner Gastfamilie vorgestellt und ich zog kurzfristig abends schon hin. Ich wohne jetzt offiziell in Kwekibaa, eine Hausnummer oder ähnliches gibt es nicht… Falls jemand mal vorbei kommt: einfach die Einfahrt auf der Straße zwischen Mbelei und Kwekibaa hochgehen, das Haus auf der linken Seite suchen und findet man mich 😉 Ich war echt froh, dass Theresia in der ersten Nacht noch mit dabei war um sich so ein bisschen zurecht zu finden und nicht alleine Fragen zu müssen mit welchem Wasser und wo ich jetzt Zähne putzen kann 😀 Küche, Dusche und Klo sind nämlich draußen in extra Häuschen und fließend Wasser gibt es keins. Aber kurz zu meiner Gastfamilie… Das sind Glory (meine Gastschwester so etwa 20?), ihre Mutter, Glorys Sohn Abdul (nächsten Monat 3 Jahre alt), Soma (wenn ich es richtig verstanden habe, der Sohn von Glorys Bruder?), Nelson (der Sohn von einem Bruder meiner Gastmama) und städige wechselnde Besucher 🙂 Ich fühle mich wirklich wohl bei ihnen und auch wenn echt alles neu ist, versuchen alle zusammen ein gutes Einlebenzu gestalten.

Theresia, Abdul und ich
Vorne links ist mein Zimmer

Einen richtigen Alltag habe ich noch nicht… Seit Montag gehe ich jetzt in die Schule (auch ohne Workpermit, scheinbar geht es trotzdem) und gestern habe ich das erste Mal das Jugendzentrum von innen gesehen. Sonst spiele ich Nachmittags mit Abdul, gehe mit Glory einkaufen oder bin mit beim Essen machen dabei.

Unsere Kochstelle (Heißgeliebter Aufenthaltsort von mir… Das ists immer war 🙂 )
Darf ich vorstellen, Trude. Das Hühnchen versteht sich leider nicht mit den anderen im Stall also lebt es meist in der Küche wo es schön warm ist. …danke Darleen als Namensgeber 😀

Zu der Schule werde ich demnächst was schreiben, wenn ich mich ein bisschen eingelebt habe… Und ganz sicher kommt auch bald was zum Essen hier. Bis dann! 🙂

Packen 2.0

Heute geht es endlich los nach Lushoto für mich! Mein Koffer ist erneut gepackt (diesmal mit Platz- statt Gewichtsproblemen 😀 ) und wir sind soweit fertig um aufzubrechen. Carlota kommt gleich noch vorbei und holt meine Kofferwaage, da für sie der Freiwilligendienst nächste Woche fertig ist, und am Ende stehen dann wohl Platz- und Gewichtsprobleme an… mehr dazu dann wahrscheinlich nächstes Jahr 😀 Wir sind ihr super dankbar darüber, dass sie uns den Start wirklich erleichtert hat und uns ein bisschen das Leben hier gezeigt hat.

Gestern vormittag haben wir das erste Mal hier per Hand gewaschen und es war zwar echt ungewohnt aber es geht… Auf alle Fälle hatten wir echt ne lustige Zeit mit Dada und Ruth (Theresias kleine Gastschwester), da wir wie Schüler auf dem Schemel saßen und sie es uns Schritt für Schritt gezeit haben 😀 Danach sind wir zusammen mit Carlota auf dem Markt hier gewesen und haben uns Kangas (Tücher, die man sich einfach um die Hüfte bindet) und Kitenge Stoff (bunter Stoff, gibt es hier überall) gekauft. Damit ist Theresia hier zum Fundi, so heißt der Schneider, gegangen und kann jetzt nächste Woche ihr erstes Kleid abholen. Ich werde dies dann in Lushoto machen und bin schon echt gespannt 🙂 Nach einem keinen Mittagessen mit Meersicht sind wir noch zu Carlota in die Kirche gegangen um bei der letzten Chorprobe für sie mit dabei zu sein.

Und ja, das dahinten ist ein Obstteller… Gurke und Avocado gelten als Frucht hier 🙂

Achso, was die Zeitrechung hier angeht… Um 17 Uhr hat die Probe begonnen und um kurz vor 18 Uhr haben wir uns dann auch mal auf den Weg gemacht. Unglaublich in Deutschland, da wär echt jeder genervt oder bei einem Treffen schon alle wieder weg aber hier… Kein Problem 😀 Generell ist es nicht schlimm zu spät zu kommen (natürlich gilt das jetzt nicht immer) weil wenn man rechtzeitig kommt, kann man echt von ausgehen dass man noch wartet 😀 Aber genug dazu, als wir uns dann in die Reihe gesetzt und dem Chor zugehört haben kam nach etwa 3 Minuten Carlota zu uns und meinte wir sollen doch vorkommen und mitsingen. Wir können zwar noch kein Swahili, es gibt keine Liedtexte und unsere Bewegungen zum Rhythmus sehen lange nicht so gekonnt aus wie bei allen anderen aber warum nicht? 😀 Letztendlich war es echt lustig mitzusingen und zu versuchen den Bewegungen zu folgen und es klingt echt mega cool! (Auch wenn ich außer Mungu, Gott, nicht wirklich was verstanden habe) Nach der Probe sind Theresia und ich mit dem Bodaboda heim gefahren und haben das erste Mal direkt den Weg gefunden von dort wo der Fahrer uns abgesetzt hat. Es soll auch schon vorgekommen sein, dass wir im Stockdunkeln alle Menschen auf der Straße nach dem Weg fragen mussten (den wir ja auch nicht kannten) und Straßen minutenlang langgelaufen sind, bis wir uns dann doch für den anderen Weg entschieden haben… Ups 😀 Aber ein paar aus der Nachbarschaft kennen uns jetzt sicherlich. Zuhause angekommen haben wir noch ein wenig bei den Essensvorbereitungen zugeschaut, mit der Gastfamilie erzählt und einen entspannten Abend verbracht. Joseph meinte wir müssen alles mal probieren und so saßen wir eine Minute später mit einem Schluck tansanaischen Konjak im Glas da… Also mein Geschmack ist es wirklich nicht, Joseph hat netterweise meinen Rest getrunken 😀
So das wars erstmal, ich melde mich dann aus Lushoto beziehungsweise Misalai, wo ich vorerst wohnen werde, wieder!

Ein kleiner Abstecher

Wie im letzten Eintrag schon erwähnt hieß es für Theresia und mich vor zwei Tagen den Rucksack packen und ab nach Singida. Wir schauten auf Google Maps.. etwa 9 bis 10 Stunden von uns aus entfernt, okay ist zwar lang aber es geht. Nach einem Gespräch mit Joseph (Theresia Gastvater) stellte sich dann leider heraus, dass wir über Moshi fahren und unsere Hoffnung auf etwa 10 Stunden Fahrt löste sich in Luft aus, denn Moshi liegt nicht wirklich auf dem Weg nach Singida aber scheinbar ist dies einfach die normale Busstrecke. Letztendlich dauerte die Fahrt etwa 14 1/2 Stunden…und das kann auch in einem „Luxury Bus“ echt unbequem werden 😀 Vor dem Sonnenaufgang (immer um 7 Uhr morgens rum) um halb 6 ging es los und nach dem Sonnenuntergang (immer um 19 Uhr rum) um 20 Uhr kamen wir endlich an. Die Fahrt war zwar eng, teilweise echt warm und hubbelig (gefühlt alle 100 Meter befindet sich ein Speed Bump) aber es war wirklich toll die Vielseitigkeit der Landschaft im Laufe der Fahrt zu beobachten.

In Singida angekommen wurden wir von Richard, er war auch beim Vorbereitungsseminar in Bonn dabei, abgeholt und einfach nur glücklich mal wieder die Beine bewegen zu können. Nach einer kurzen Autofahrt waren wir auch schon bei ihm zuhause. Dort warteten bereits Louisa und Fritzi, beide auch Freiwillige aus Igunguna und Singida und eine Kolping Mitarbeiterin die wir unterwegs noch eingesammelt haben, die scheinbar jetzt alles mit unseren Work- und Residentpermits klärt. Nach einer Stunde trudelten dann auch endlich noch Paul, sein Gastbruder und Alexandra, beide Freiwillige aus Moshi, ein und somit war die Gruppe fast komplett. Es fehlte noch Till, der seine Dokumente scheinbar schon so der Mitarbeiterin geben konnte, Rebecca und Anna, die beide nachkommen.

Wir aßen zusammen zu Abend und da es inzwischen echt spät geworden ist, mussten wir uns dann wirklich mal der Sache widmen für die wir eigentlich hergekommen sind. 😀 Bis halb 1 nachts saßen wir zusammen in einem Räumchen, füllten vieeele Dokumente aus (gerne auch das gleiche gleich drei Mal da es an verschiedene Behörden geleitet wird), glichen Sachen ab und überhändigten Geld und Reisepass. Also ein bisschen unwohl fühlt man sich schon wenn der Reisepass ohne einen irgendwo durch Tansania reist und ich nicht weiß wann genau ich ihn wieder bekomme… aber gut das wird schon 😀 Da bei Richard nicht genug Platz war, mussten Paul und ich in ein Gästehaus für die Nacht und sind morgens wieder zurück gelaufen, da wir den Sonntag dann wenn wir schon mal da sind nutzen wollten, um ihn alle zusammen zu verbringen.

Eugene, Richards Neffe, hat uns ein wenig durch Singida geführt. Erst sind wir zu den riesen Steinfelsen gelaufen die hier überall in der Stadt rumliegen und raufgestiegen (übrigens wenn ihr das mal vor habt, und das ist echt teilweise super steil, Birkenstocks und ein langer Rock sind echt ne super Kombi zum Klettern mit Wind 😀 ).

Danach ging es mit dem Bajaji weiter zum See wo wir ein bisschen spazieren waren und uns ein paar nette Jungs mal in ihr Boot gelassen haben, womit wir dann ne kleine Runde gedreht sind. Singida ist echt eine super schöne Stadt!

Ein Bajaji
Theresia, Alex und ich im Bajaji

Wieder zuhause gab es Essen und wir haben den Nachmittag dann eigentlich nur noch unsere Heimfahrt geplant, entspannt und Fritzi und Louisa machten sich auf den Heimweg. Abends haben Theresia und ich zusammen mit Eugene das super aufwendige Essen vorbereitet (es gab Nudeln mit Tomatensoße, die wir gekauft haben 😀 ) und er zeigte uns seine Musik, die er macht. Mit einem Vorfreiwilligen hat er echt ein cooles Musikvideo gemacht. Hier mal der Link, das alles spielt auch in Singida. Wir haben im Hinterhof vom Gästehaus den Abend alle zusammen bei einem Kilimanjaro Bier (mit dem Spruch „If you can’t climb it, drink it!“) ausklingen lassen und sind dann auch schon müde ins Bett gefallen.

Ach und ich hab das erste Mal hier mit Eimer geduscht (da wir bei Theresia fließend Wasser haben) und es ist echt unkomplizierter als gedacht. Mit der dicken Spinne und dem Käfer auf der Dusche hab ich mich einfach angefreundet, hab sie eh aufgrund fehlender Brille am Ende gesehen 😀

Jetzt ist es 11 Uhr morgens und ich sitze nun seit 5 Stunden im Bus mit dem Wissen, dass 9 noch vor mir liegen… Naja die bekomm ich auch noch hinter mich (grade kam auch der Snack, das macht es doch gleich um einiges erträglicher 🙂 ) und dann geht es hoffentlich die Tage endlich zu meiner vorläufigen Gastfamilie nach Lushoto. Ich freu mich endlich anzukommen auch wenn es auch dort erstmal auf Zeit ist.

Karibu Tanzania …meine ersten Tage

Wo soll ich anfangen? Mit dem Flug ist soweit alles gut gelaufen… ein paar kleine Verspätungen aber keine großen Dramen.

Im Anflug auf Dar es Salaam

So richtig realisiert wo man da grade hinfliegt hat man es trotzdem nicht. Unsere ersten Swahili Wörter (Kenntnisse kann man das echt noch nicht nennen 😀 ) konnten wir schon mal auf dem Flug von Dubai nach Dar es Salaam austesten, da ein sehr netter Geschäftsmann aus Tansania neben uns saß und wir etwas erzählt haben. Die Aufregung fing an, als wir dann in Dar es Salaam angekommen sind und erstmal ein riesen Pulk von Menschen vor uns stand, die alle für eine Sache anstanden. Das Visum. Wir waren leicht überfordert wo wir uns anstellen sollen und was wir jetzt eigentlich alles brauchen. Aber Bilder sagen mehr als tausend Worte, also seht selbst.

Als wir dann endlich an der Reihe waren konnten wir einfach nur hoffen, dass unser Touristenvisum angenommen wird, da wir einfach meinten wir besuchen Freunde und auch noch keinen Flug zurück angeben konnten. Mit 50 Dollar, unserem Reisepass und dem Antrag für das Visum ging der Officer einfach weg und meinte wir sollen uns ein paar Meter weiter wieder anstellen. Da uns ja eh nichts anders übrig blieb warteten wir dort und nach einer Weile kam immer wieder eine Frau mit einem Stapel Passports raus und tat sich schwer die Namen aus aller Welt vorzulesen. Letztendlich wurde dann auch so etwas wie mein Name aufgerufen auch wir haben unsere Passports bekommen und jetzt offiziell ein Tourist-Visa bis zum 16.11. 😀 Übrigens haben fast alle hier haben ein Problem meinen Namen auszusprechen, da sie nicht gewohnt sind das „r“ zu sprechen, ohne es zu rollen… sprich es kommt so etwas wir „Mali“ oder „Mahia“ raus. Dass jemals „Theresia“ leichter auszusprechen ist als „Marie“ hätte ich auch nicht gedacht 😀 Da es jetzt schon Donnerstag ist und wir bereits ein bisschen hin und her geschrieben haben, sind wir zu dem Zeitpunkt jetzt auch noch nicht schlauer wo genau wir jetzt unsere beiden Permits um hier zu arbeiten und zu wohnen herbekommen. Niemand ist sich so 100% sicher ist, wer dafür verantwortlich ist. Also heißt es erstmal abwarten. Zurück zum Flughafen… nachdem wir unser Visum dann endlich in der Hand hatten, die Koffer alle unversehrt eingesammelt wurden und wir durch die Sicherheitskontrolle sind haben wir endlich Carlota getroffen. Mit ihr zusammen sind wir mit dem Taxi nach Dar es Salaam rein zu unserem Hotel gefahren. Auf der Taxifahrt kamen wir das erste mal in Kontakt mit tansanischen Verkehrsverhältnissen, und die sind naja sagen wir mal gewöhnungsbedürftig. Die Hupe ist hier Einsatzmittel Nummer eins und an Verkehrsregeln wird sich eher mäßig gehalten..

Aber dennoch wir sind gut angekommen und haben unsere erste Nacht in Hotel geschlafen nachdem wir noch Chips (einfach Pommes, die hier echt immer gegessen werden) essen waren und viel erzählt haben.

Blick aus dem Hotelzimmer auf die Bushaltestelle

Am nächsten Morgen machten wir uns schon auf den Weg zur Busstation, wo unser Bus nach Tanga abgefahren ist. Nach einer 8 stündigen Busfahrt sind wir endlich in Tanga angekommen und wurden von Joseph, Theresias Gastvater, mit dem Auto abgeholt. Auch spannend wenn mitten in der Fahrt der Bus ständig anfängt laut zu piepen und irgendwann angehalten wird, kurz mal im Boden eine Klappe geöffnet wird und sie anfangen am Motor zu werkeln 😀

Ach und sollte man nicht auf Musik von Celine Dion oder den Backstreet Boys stehen ist es sehr zu empfehlen Kopfhörer mitzunehmen, alte Musik ist hier echt beliebt. Bei Theresias Gastfamilie angekommen gab es großes Abendessen und wir konnten die Familie ein wenig kennenlernen, sie waren alle echt lieb zu uns und haben uns nett begrüßt 🙂 Die erste Nacht unter dem Moskitonetz war geschafft und morgens waren wir mit Dada (das heißt „Schwester“, so wird hier das Hausmädchen genannt) und den zwei Kindern allein.

Nach dem Frühstück haben wir auf Carlota gewartet und mit den Kindern Spiderman geschaut, praktisch dass es hier so viele Englische Sender gibt.

Nachdem Carlota uns agbeholt hat sind wir zu den Nachbarn, die Familie der Schwester von David, unserem Projektpartner. Wir haben uns vorgestellt und Soda getrunken, die es anscheinend nur hier in der Gegend gibt. (Natürlich bappsüß, so wie alle Getränke hier 😀 ) Eine superliebe Familie und ganz süße Kinder!

Ah zu dem Getränk, was es nur hier gibt. Haltet euch fern von dieser Sorte 😀

Theresia hatte sie im Bus und dachte es wäre Wasser, dabei war es Soda mit Zahnpastageschmack… 😀 Nachdem wir dann ein Stück durch die Stadt gelaufen sind haben wir auch immer mal wieder „Mzungu“ gehört, so rufen einen meist die Kinder hier und wollen einem Hallo sagen. „Mzungu“ sagen sie hier zu den Weißen, jedoch nicht negativ gemeint. Zur Schule hin sind wir Daladala gefahren, ein Kleinbus mit ein paar Sitzplätzen hintendrin. Hier gibt es keinen Fahrkartenautomaten oder ähnliches wie in Deutschland. Um einzusteigen winkst du entweder oder es gibt anscheinend auch Haltestellen, jedoch sind die nicht gekennzeichnet also muss man einfach wissen wo sie sind 😀 Innendrin fühlt man sich teilweise wie in einer Achterbahn, wenn der Fahrer einfach über die hubbelige Straße braust und teilweise hatte man echt das Gefühl, wir kippen gleich zu einer Seite um. Um wieder auszusteigen muss man entweder ganz laut die nächste Station rufen oder an die Innenwand schlagen. Als auch wir in der Nähe der Schule dann ausgestiegen sind kamen schon die ersten Kinder der Schule (die eigentlich grade Ferien hat aber weil die Lehrer dafür Geld bekommen, sind trotzdem einige Schüler da) auf uns zu, weil die grade Schulaus hatte. Wir haben einige Lehrer begrüßt und sind dann weiter zu Krankenstation, wo Theresia auch arbeiten soll, gefahren. Von dort aus sind wir Mittagessen gegangen und haben noch etwas die Stadt erkundet.

Um das hier schreiben zu können mussten wir dann noch eine Sim Karte holen und ich bin jetzt stolze Besitzerin einer Halotel Sim Karte 🙂 (Und für deutsche Verhältnisse ist es so billig 😮 1GB die Woche und viele Freiminuten und SMS für umgerechnet 61ct ) Da Carlota von der Stadt aus zur Kirche fahren wollte und wir nach Hause hat sie uns zwei Bodabodas (ein Motorrad wo man sich einfach hintendrauf setzt) organisiert und ihnen auf Swahili den Weg nach Hause erklärt… Nachdem wir dann nach 10 Minuten fahrt irgendwo angehalten haben und keiner wusste wo genau wir grade sind beziehungsweise wo genau wir wohnen, kamen uns netterweise Leute zur Hilfe die grade vor einem Shop saßen. Nach 10 Minute versuchen sämtliche Leute zu erreichen… vergeblich… haben wir uns mal genauer umgeschaut und wir haben das Tor unserer Nachbarn erkannt 😀 Sprich wir waren die ganze Zeit eine Straße weiter, aber da alles noch so gleich für uns aussieht haben wir es einfach nicht erkannt. Naja nachdem wir dann noch von einem Nachbarn nach Hause gebracht wurden haben wir noch gegessen, eine Folge Sherlock geschaut und sind müde schlafen gegangen.

Das alles war jetzt ein kleiner Einblick in meine letzten Tage und ich fühl mich echt wohl hier! Es ist zwar alles noch mega ungewohnt und neu aber die Menschen sind echt lieb und Theresias Gastfamilie und Carlota haben uns echt nett aufgenommen und zeigen uns Stück für Stück das Leben hier.


Im Moment hat mit die Whatsapp von David erreicht und wir haben erfahren, dass wir morgen durch halb Tansania nach Singida fahren müssen (bestimmt 10 Stunden Busfahrt) um unser Visum weiterzumachen.. also Planänderung für die nächsten Tage und das erste mal alleine Busfahren, es bleibt spannend 😀

Kwaheri Ujerumani

Der letzte Blogeintrag aus Deutschland, da ist er schon. Irgendwie ging dann doch alles schneller als erwartet.

Sämtliche Menschen hier wurden Verabschiedet und ich kann einfach noch gar nicht richtig fassen was ich da eigentlich grade mache. Auf der einen Seite ist man traurig die ganzen vertrauten Leute hier für ein Jahr nicht zu sehen, auf der anderen Seite bin ich einfach soo gespannt auf alles das, was kommt! „Machste mal.“ wurde mir am Telefon gesagt… und ja, ich mach dann mal!

Sämtliche Skype Telefonate mit Theresia (meiner Projektpartnerin), die jetzt übrigens auch einen Blog hat ( hier kann man ihn finden ), später wurde dann die Packliste verfeinert und etliche Dokumente abgeglichen. Letztendlich ist mein Koffer immernoch knapp ein Kilo zu schwer und von meinem Handgepäck wollen wir gar nicht erst anfangen :D. Es heißt einfach Daumen drücken, dass ich damit durchkomme. Man merkt echt mal was man alles so braucht, wenn man ein Jahr unterwegs ist und nicht mal eben zum Drogeriemarkt oder schnell mit dem Zug in die Stadt kann. Aber sollte ich was vergessen haben, kann es mir auch nachgeschickt werden, das ist laut meiner Vorfreiwillligen kein Problem.

Theresias und mein Flug hebt heute um 22:20h ab, dann machen wir einen kleinen Abstecher nach Dubai und Dienstag etwa um 15h kommen wir in Dar es Salaam an. Übrigens bin ich Deutschland dann eine Stunde vorraus, was Skypen und so echt unkompliziert macht 🙂 Da alle Tansania-Freiwilligen im Vorhinein kein Visum beantragen konnten (seehr lange Geschichte und ich schätze mal sie wird sich auch noch vor Ort fortsetzen 😀 ) müssen wir dann erstmal mit einem Touristen Visum für drei Monate einreisen und vor Ort wird dann alles weitere geregelt. In Dar es Salaam werden wir von Theresias Vorfreiwilligen Carlota abgeholt. Dort bleiben wir für eine Nacht und dann geht es auch schon los nach Tanga, wo Theresia für das Jahr sein wird. Der Plan ist dann dort ein paar Tage zu verbringen und schließlich zusammen nach Lushoto zu fahren, um es dort ein wenig kennen zu lernen. Carlota und Theresia werden dann wieder zurück nach Tanga fahren und ich bleibe dort. Ich werd berichten ob der Plan dann auch so aufgegangen ist, ich bin gespannt.

Ein kurzes Update noch zu meiner Gastfamilie, da hat sich nämlich auch wieder was getan. Ich kann vorerst nicht bei meiner geplanten Gastfamilie unterkommen, sondern werde erstmal für ein paar Wochen bei Lynns Gastfamilie bleiben und dann so bald wie möglich wechseln. Was genau da los ist habe ich jetzt über Whatsapp nicht ganz verstanden, aber anscheinend muss irgendetwas repariert werden, bevor ich kommen kann.

(Achso… wer sich gefragt hat, was „Kwaheri Ujerumani“ heißt: „Auf Wiedersehen Deutschland“ also jedenfalls nach meinen eher nicht vorhandenen Swahili Kenntnissen 😀 )

Theresia und ich kurz vor dem Abflug… Die Spannung steigt 🙂