Willkommen im Team Lushoto…

…das war die erste Nachicht, die ich von Lynn bekommen habe, nachdem wir uns endlich entschieden hatten wer wohin geht. Seit letzter Woche Mittwoch bin ich jetzt hier in Lushoto und möchte meinen von ersten kleinen Eindruck von der Gegend gern berichten. 

Nach einer abenteuerlichen Fahrt mit den Coaster (ein kleiner Bus) nach Soni, einhergehend mit sehr engem Kuscheln mit dem Sitzpartner und dem Erstaunen über die Quetschfähigkeiten der Buscrew (es wurde nicht losgefahren bis alle Viererreihen mit fünf Leuten bestückt waren 😀 ) wurden wir nach etwa 3 Stunden Fahrt von David, unserem Projektpartner, in Soni abgeholt.

Ankunft in Soni

Erster Eindruck: Wunderschöne Landschaft aber warte ich hol mir kurz meinen Schal und die Jacke raus… Ja, es ist richtig kalt! (Dicke Leggins und weitere Jacke sind schon auf dem Weg 😉 ) David brachte uns erstmal zu seiner Mutter nach Misalai, dort wo meine Vorfreiwillige ein Jahr gewohnt hat. Zwei Nächte haben wir bei ihr zusammen geschlafen und Tagsüber sind wir das Workcamp (auch von Kolping eine Gruppe, die 3 Wochen hier gewohnt und Steine für ein Ausbildungszentrum hergestellt hat) „besuchen“ gegangen 😀 Besuch hieß hier, dass wir einfach mit ihnen Steine schleppen mussten…

Das erste mal Ugali, ein Maisbrei… Entweder gibt es das oder Reis zum essen (mit Ausnahmen natürlich 😀 )

Steine zum Brennofen gestapelt – Heimantsgefühle kamen auf, denn danach sah man aus, als hätte man sich ne Stunde im Roten Hang gewälzt 😀

David hatte es scheinbar nicht so eilig mir meine neue Gastfamilie, das Jugendzentrum oder die Schule zu zeigen. Nach ein wenig warten und fragen sind wir dann Freitags doch zu der Schule gegangen haben kurz mit dem Direktor gesprochen und der letzte Stand von ihm war: Ohne Workpermit, keine Arbeit. Aber ich sollte doch trotzdem am Montag nochmal vorbei kommen… Am selben Tag wurde ich dann auch meiner Gastfamilie vorgestellt und ich zog kurzfristig abends schon hin. Ich wohne jetzt offiziell in Kwekibaa, eine Hausnummer oder ähnliches gibt es nicht… Falls jemand mal vorbei kommt: einfach die Einfahrt auf der Straße zwischen Mbelei und Kwekibaa hochgehen, das Haus auf der linken Seite suchen und findet man mich 😉 Ich war echt froh, dass Theresia in der ersten Nacht noch mit dabei war um sich so ein bisschen zurecht zu finden und nicht alleine Fragen zu müssen mit welchem Wasser und wo ich jetzt Zähne putzen kann 😀 Küche, Dusche und Klo sind nämlich draußen in extra Häuschen und fließend Wasser gibt es keins. Aber kurz zu meiner Gastfamilie… Das sind Glory (meine Gastschwester so etwa 20?), ihre Mutter, Glorys Sohn Abdul (nächsten Monat 3 Jahre alt), Soma (wenn ich es richtig verstanden habe, der Sohn von Glorys Bruder?), Nelson (der Sohn von einem Bruder meiner Gastmama) und städige wechselnde Besucher 🙂 Ich fühle mich wirklich wohl bei ihnen und auch wenn echt alles neu ist, versuchen alle zusammen ein gutes Einlebenzu gestalten.

Theresia, Abdul und ich
Vorne links ist mein Zimmer

Einen richtigen Alltag habe ich noch nicht… Seit Montag gehe ich jetzt in die Schule (auch ohne Workpermit, scheinbar geht es trotzdem) und gestern habe ich das erste Mal das Jugendzentrum von innen gesehen. Sonst spiele ich Nachmittags mit Abdul, gehe mit Glory einkaufen oder bin mit beim Essen machen dabei.

Unsere Kochstelle (Heißgeliebter Aufenthaltsort von mir… Das ists immer war 🙂 )
Darf ich vorstellen, Trude. Das Hühnchen versteht sich leider nicht mit den anderen im Stall also lebt es meist in der Küche wo es schön warm ist. …danke Darleen als Namensgeber 😀

Zu der Schule werde ich demnächst was schreiben, wenn ich mich ein bisschen eingelebt habe… Und ganz sicher kommt auch bald was zum Essen hier. Bis dann! 🙂

6 Replies to “Willkommen im Team Lushoto…”

  1. Hallo Marie, ist ja alles mehr als abenteuerlich was Du da so kennenlernst.
    Ich bewundere Dich, wie Du das alles so hin nimmst, als wäre es das ganz natürlichst auf der Welt als Europäer so zu leben.
    So oft kann ich garnicht sagen „Hut ab“ vor Deinem Mut.
    Ich wünsche Dir eine Schöne Zeit trotz mit Sicherheit vieler und großer Einbusen Deinerseits.

    Ganz liebe Grüße
    Evi

  2. Hab noch was ewchtiges für mich vergessen, die Farben von den Kleidern oder Tüchern bewundere ich schon immer und ich hoffe, dass Du mit ganz viel bunten Sachen wieder kommst.

    • Ja, ich bin mir sicher mein Koffer zurück wird doch etwas bunter als der auf dem Hinweg 😀

  3. Toller Bericht, Marie! Vielen Dank dass du uns dabei sein lässt.

  4. Hört sich spannend an, wie immer! 🙂
    Immer wieder gerne als Namensgeber bereit, Trude passt wirklich super 😀
    Viel Spaß weiterhin!
    Freue mich schon auf den nächsten Bericht 🙂 :* :*