Packen 2.0

Heute geht es endlich los nach Lushoto für mich! Mein Koffer ist erneut gepackt (diesmal mit Platz- statt Gewichtsproblemen 😀 ) und wir sind soweit fertig um aufzubrechen. Carlota kommt gleich noch vorbei und holt meine Kofferwaage, da für sie der Freiwilligendienst nächste Woche fertig ist, und am Ende stehen dann wohl Platz- und Gewichtsprobleme an… mehr dazu dann wahrscheinlich nächstes Jahr 😀 Wir sind ihr super dankbar darüber, dass sie uns den Start wirklich erleichtert hat und uns ein bisschen das Leben hier gezeigt hat.

Gestern vormittag haben wir das erste Mal hier per Hand gewaschen und es war zwar echt ungewohnt aber es geht… Auf alle Fälle hatten wir echt ne lustige Zeit mit Dada und Ruth (Theresias kleine Gastschwester), da wir wie Schüler auf dem Schemel saßen und sie es uns Schritt für Schritt gezeit haben 😀 Danach sind wir zusammen mit Carlota auf dem Markt hier gewesen und haben uns Kangas (Tücher, die man sich einfach um die Hüfte bindet) und Kitenge Stoff (bunter Stoff, gibt es hier überall) gekauft. Damit ist Theresia hier zum Fundi, so heißt der Schneider, gegangen und kann jetzt nächste Woche ihr erstes Kleid abholen. Ich werde dies dann in Lushoto machen und bin schon echt gespannt 🙂 Nach einem keinen Mittagessen mit Meersicht sind wir noch zu Carlota in die Kirche gegangen um bei der letzten Chorprobe für sie mit dabei zu sein.

Und ja, das dahinten ist ein Obstteller… Gurke und Avocado gelten als Frucht hier 🙂

Achso, was die Zeitrechung hier angeht… Um 17 Uhr hat die Probe begonnen und um kurz vor 18 Uhr haben wir uns dann auch mal auf den Weg gemacht. Unglaublich in Deutschland, da wär echt jeder genervt oder bei einem Treffen schon alle wieder weg aber hier… Kein Problem 😀 Generell ist es nicht schlimm zu spät zu kommen (natürlich gilt das jetzt nicht immer) weil wenn man rechtzeitig kommt, kann man echt von ausgehen dass man noch wartet 😀 Aber genug dazu, als wir uns dann in die Reihe gesetzt und dem Chor zugehört haben kam nach etwa 3 Minuten Carlota zu uns und meinte wir sollen doch vorkommen und mitsingen. Wir können zwar noch kein Swahili, es gibt keine Liedtexte und unsere Bewegungen zum Rhythmus sehen lange nicht so gekonnt aus wie bei allen anderen aber warum nicht? 😀 Letztendlich war es echt lustig mitzusingen und zu versuchen den Bewegungen zu folgen und es klingt echt mega cool! (Auch wenn ich außer Mungu, Gott, nicht wirklich was verstanden habe) Nach der Probe sind Theresia und ich mit dem Bodaboda heim gefahren und haben das erste Mal direkt den Weg gefunden von dort wo der Fahrer uns abgesetzt hat. Es soll auch schon vorgekommen sein, dass wir im Stockdunkeln alle Menschen auf der Straße nach dem Weg fragen mussten (den wir ja auch nicht kannten) und Straßen minutenlang langgelaufen sind, bis wir uns dann doch für den anderen Weg entschieden haben… Ups 😀 Aber ein paar aus der Nachbarschaft kennen uns jetzt sicherlich. Zuhause angekommen haben wir noch ein wenig bei den Essensvorbereitungen zugeschaut, mit der Gastfamilie erzählt und einen entspannten Abend verbracht. Joseph meinte wir müssen alles mal probieren und so saßen wir eine Minute später mit einem Schluck tansanaischen Konjak im Glas da… Also mein Geschmack ist es wirklich nicht, Joseph hat netterweise meinen Rest getrunken 😀
So das wars erstmal, ich melde mich dann aus Lushoto beziehungsweise Misalai, wo ich vorerst wohnen werde, wieder!

2 Replies to “Packen 2.0”

  1. Oh wie toll! In einem afrikanischen Chor mitsingen würde ich für mein Leben gern (trot meiner eher bescheidenen Stimme…)
    Hoffe, es geht so gut weiter für Dich!