Die Sache mit dem Regal

Die ganze letzte Woche hat mich die liebe Theresia hier oben in den Bergen besucht. Nach einem Tag Verspätung (der Grund liegt auf der Hand, wenn der vorige Beitrag gelesen wurde 😉 ) hat sich ihr Bodaboda über Matschwege den Berg hoch gebahnt und sie kam sicher bei uns an. Da sie ja auch für TAYODEA hier in Tanzania ist, aber in Tanga in einer Pharmazie unabhängig von TAYODEA arbeitet, war es schon länger der Plan, dass sie sich mal eine Woche frei nimmt und hier dabei ist. Da letzte Woche an der Secondary die Examinations anstanden und ich somit nicht in der Schule gebraucht wurde, traf sich das gut. Wir entschieden uns diese Woche hauptsächlich der Maktaba (Bücherei) zu widmen, da diese eine Generalüberholung dringend nötig hatte 😀 Bücher bekommt die Maktaba von Book Aid, einer NGO die Bücherspenden sammelt und sie in Länder versendet, die diese benötigen. Beispielsweise solche Projekte wie TAYODEA, die hier in der Gegend noch eine weitere kleine Schulbücherei aufgebaut hat, sind Empfänger dieser Spenden. Als damals das Jugendzentrum im Rahmen eines Workcamps aufgebaut wurde und später ein Regal beim Schreiner in Auftrag gegeben wurde, hat vielleicht keiner damit gerechnet, dass die Bücherspenden so zahlreich ankommen würden. Sprich das Regal platzte aus allen Nähten. Während diesem Jahr habe ich mit Glory in das so oder so schon volle Regal immer weiter Bücher stellen müssen, nachdem alle Lieferungen gezählt und notiert wurden. Innerlich sträubte ich mich jedes mal noch mehr Bücher dazuzustellen, aber sie in den Kisten verstauben zu lassen war ja auch wirklich keine Alternative. Glory war für ein paar Tage unterwegs und so machten Theresia und ich uns ans Werk. Das Regal, was aus unerfindlichen Gründen rechteckige Fächer hatte, musste erst einmal ausgeräumt werden um mal wieder einen Überblick zu bekommen was da überhaupt drinnen ist. Da in so ziemlich allen Fächern zwei Bücherreihen aufeinander gestapelt waren, entschieden wir uns dazu vom Schreiner je ein Zwischenbrett anfertigen zu lassen. Besagter Schreiner hat seine Schreinerei praktischerweise direkt hinter dem Jugendzentrum also holten wir ihn kurzerhand zu uns, um ihm unsere Pläne zu erklären. Leichter gesagt als getan 😀 Auch wenn das mit dem Kiswahili mittlerweile ziemlich gut hinhaut, wir ihm zusätzlich mit Händen und Füßen sowie einer unmissverständlichen kleinen Skizze unser Vorhaben erklärten, war es doch ein kleines Drama bis er richtig verstanden hatte, was wir wollten. …Nein, keine Türen vornedran …und auch nicht noch zusätzliche Unterteilungnen …Ja, ein Brett pro Fach reicht! Genauso wie  die Skizze wollte er einfach nicht. Mittlerweile, alle am lachen, hat Theresia schon aus Büchern ein Modell gebaut, was ihm dann scheinbar die Augen geöffnet hat. Am nächsten Morgen wurden wir wieder in die Schreinerei gerufen und haben alles erneut erklärt, er wollte sich nochmal absichern.. ahhhh 😀 . Nochmal 2 ½ Stunden später stand dann tatsächlich das erste kleine Zwischenbrett im Jugendzentrum. Was lange währt wird endlich gut! 🙂 In der Zwischenzeit haben Theresia und ich weiter sortiert und aussortiert, da manche Bücher (wirklich) 100fach da waren und ich in meiner
Zeit bisher tatsächlich noch nicht von 100 Zweitklässlern überrascht wurde, die alle unbedingt und ohne Alternative genau das eine gleiche Buch lesen wollten.. und ich glaube auch wirklich nicht, dass dies geschehen wird 😀 David war Ende der Woche dann zu Besuch und wir entschieden daher solche Bücher weiterzuleiten, die mehrfach da sind. Insgesamt ließen wir neun Zwischenbretter anfertigen und als mit ach und krach dann alle ihren Platz gefunden hatten, sortierten wir endlich alle Bücher wieder ein. Dieses mal mit System und kleinen Hinweisschildchen für kommende Lieferungen und die zukünftigen Bücherei-Besucher. Theresia und ich waren echt Happy als es geschafft wurde und auch von Glory und  David wurde diese Veränderung sehr begrüßt! Ebenso mit David haben wir besprochen, dass die Kooperation mit Book Aid für diese Bücherei vielleicht erst mal Pausiert werden sollte. Es sind mehr als genug Bücher für alle „Mbeleier“ da und im Vorraum warten schließlich immer noch zwei Kisten drauf in das Regal zu kommen. Desweiteren haben wir überlegt, jetzt, wo man wieder eine Übersicht hat, wieder (oder endlich… ich weiß nicht genau ob es das schon gab) ein  Ausleihsystem aufzubauen und die Bücherei öffentlicher zu machen. Wahrscheinlich werde ich das versuchen  anzufangen und meine Nachfreiwilligen (jaa, es werden zwei Freiwillige hier ab August in die Berge kommen) es  hoffentlich weiter ausbauen.
Mit dem Fundi beim Messen. Im Hintergrund sieht man das besagte Chaos bis unter die Decke.
Fertig!
Eine Wimpelkette mit den Kids… Hier liegen schon wieder 10 weitere rum, die da bald hängen möchten 🙂

Nachmittags waren wir diese Woche auch täglich bei den Kindern und haben wie immer zusammengelesen, geredet,  gemalt oder gespielt. Dass Theresia da war, hat es diese Woche um einiges entspannter gemacht, da inzwischen relativ viele Kinder da sind und auch ein paar 3jährige Geschwisterkinder zwischen allen rumwuseln, die es auch noch mit im Blick zu haben gilt. 🙂 Wir haben Armbänder geflochten, aus Chipsdosen (da hat sich dieses Vergnügen ja doppelt gelohnt) ein Dosenwerfen mit Mehl-Luftballon-Bällen gebastelt, welches super angekommen ist oder einfach Fußball gespielt (spielen lassen 😉 ). Die mitgebrachten Seifenblasen sind auch der Hit bei den Kindern, man muss nur schauen, dass sich nicht alle umrennen dabei 😀

Zuhause haben Theresia und ich diese Woche zwei Mal für alle gekocht, was mal wieder eine schöne Abwechslung war, komplett selbst Hand anzulegen und nicht immer nur bisschen zu schnippeln… Es gab Spaghetti (und wieder, wie auch das vorige Mal, für alle anderen ungewohnt, dass die Nudeln salzig und nicht süß waren) und wir haben Chapati mit Guakamole gemacht (bei einem Avocado-Preis von etwa 10ct macht man da auch gerne viel von). Chapati wird von mir
sicher im Gegensatz zu Ugali oder Reis mit Bohnen in Deutschland des öfteren mal nachgemacht, die sind so lecker (und so gaaar nicht fettig 😀 )!

Spaghetti in the making

Theresia ist mittlerweile wieder in Tanga angekommen und vor mir liegen etwa 90 Bio-Examen die korrigiert werden möchten. Die meisten Schüler sind schon nicht mehr in der Schule diese Woche, da Freitag der letzte Tag ist und hier in der Woche davor schon Aufbruchstimmung angesagt ist. Für mich geht es dann, wenn die Ferien angefangen haben, einmal nördlich über die Grenze nach Kenia. Ich werde den Freiwilligen dort einen kleinen Besuch abstatten und anschließend noch eine Woche in Mombasa verbringen… soweit jedenfalls der Plan 🙂
Um noch ein paar Worte über das Wetter hier zu verlieren, nach meinem vorigen Jammer Post… Kurz nachdem ich diesen hochgeladen hatte, wurde es teilweise leider noch schlimmer. In Tanga sind Häuser abgerutscht, hier war die Straße aus den Bergen heraus eine Woche lang gesperrt und sämtliche Leute haben dann auch gesagt, dass das mit einer der schlimmsten Regen war, den sie bis jetzt mitbekommen hatten. Der Spuk ist glücklicherweise mittlerweile so gut wie vorbei und es regnet jetzt zwar noch hin und wieder, aber die liebe Sonne lässt sich auch mal blicken und trocknet fix den Matsch auf den Straßen. Großes Aufatmen ist also angesagt… 🙂

Auf dem Heimweg.

Regenzeit

Es folgt ein Mimimi-Post. Sorry.

Um mal mit einem Facebook-Post der lieben Madame Amina (Lehrerin an der Secondary) zu starten: „We live in a very wonderful world! One part hot and wet, another hot and dry, another cold and dry but here always cold and wet troughout the year!“ (auf Deutsch: „Wir leben in einer wundervollen Welt! Ein Teil heiß und nass, ein anderer heiß und trocken, ein anderer kalt und trocken aber hier ist es immer kalt und nass im ganzen Jahr!“) Ich denke besser kann ich meine derzeitige Situation hier nicht beschreiben. Dem Post beigefügt ist ein Bild ihrer selbst… lachend. Mir ist leider nicht so zumute. 😀

Seit Anfang April regnet es nun schon… das alles war anfänglich eher sporadisch so hin und wieder und durchaus erträglich. Auch meine Familie zu Besuch im März hatte damals das kurze Vergnügen den Regen im wahrsten Sinne des Wortes hautnah mitzuerleben. 😀 Kurz lustig aber auch schon da war ich genervt… Regen ist nass, kalt und alles wird dreckig. Bah. Also es ist nicht so, dass ich Regen gar nicht mag. Im Bett mit einer dicken Decke, einem Kaffee und ’nem Raum mit Fensterscheiben (!) lässt er sich schon mal einen Tag aushalten 😀 Da sich hiervon lediglich Punkt Nummer 1 erfüllen lässt, kann man sich vorstellen wie meine Stimmung diesbezüglich ist. Ich versuche mich immer wieder zu besinnen, dass es ja eigentlich etwas Tolles ist und freue mich auch wirklich für die Bauern, die so lange darauf gewartet haben und schnell mit dem Samen setzen anfingen, da die letzte Regenzeit zu wünschen übrig ließ. Mittlerweile ist es (wenn die Sicht nicht grade von einer vorbei schwebenden Wolke oder Nebel verdeckt wird) noch grüner als es eh schon war und echt schön! Auch ist hiermit allen geholfen, die sonst das Wasser auf dem Kopf von der etwa 5 Minuten entfernten allgemeinen Wasserstelle zu unserem Haus tragen mussten, denn bei Regen die Tonnen unter das Dachrinnenrohr der Nachbarn zu stellen reicht mittlerweile doppelt und dreifach für alles aus. Zwei der paar positiven Folgen, über die wir alle am Anfang wirklich froh waren!

Am Anfang. Nun sieht es schon wieder anders aus. Seit etwa zwei Wochen prasselt es nahezu durchgängig 24/7 auf uns herab. Tag und Nacht wechseln sich Starkregen á la „Ich verstehe mein eigenes Wort nicht mehr“, Regen-Regen, Nieselregen und Micro-Regenpausen miteinander ab. Das alles hat Folgen… die Pflanzen auf den Feldern sind laut meiner Gastmutter langsam zu durchnässt, die Straßen sind komplett ausgewaschen oder so vermatscht, dass es einem kaum möglich ist zu laufen, der Regen bringt die Kälte mit, die Wäsche trocknet nicht mehr, das Dach unserer Küche lässt zu wünschen übrig, die Kinder können nicht zur BabyClass kommen, ich komme nicht in die Schule, der Strom fällt ständig aus und allgemein sind alle ziemlich unmobil und (oh Wunder) nass. Ständig. Und wenn ich im Bett liege und plötzlich Regentropfen durch das Fenster auf mich prasseln, weil der Wind so stark war, dann ist es endgültig zu viel des Guten!

Ich weiß, es geht vorbei und die Menschen hier haben das jedes Jahr so und dafür haben sie auch großen Respekt meinerseits (ein großer Teil der Menschen lebt hier auch in Lehmhäusern, was wahrscheinlich eine weitere Hürde darstellt) und trotzdem musste ich grade hier mal einen kleinen „Mimimi-post“ machen.. Egal wo man hinkommt (wenn man denn hinkommt 😀 ) wird sich aber bei einem für den Regen entschuldigt. „Pole na mvua“, was soviel heißt wie „Es tut mir leid für den Regen“ hört man hier zur Zeit immer. Danke… lieb gemeint aber ändern tut es leider grade gar nichts.

Und was ist die Lösung für das alles? Abwarten und Tee trinken. Also wirklich! Ich wie immer ohne Zucker, der Rest mit. (Nahezu wagemutig haben das alle aus meiner Familie hier auch mal probiert und als ungenießbar abgestempelt… ich glaube die Liebe zum Zucker bekommt man hier schon mit der Muttermilch 😀 )

Der nächste Blogpost wird dann hoffentlich wieder Regenfrei und glücklicher. 🌞☔

Die „Aussicht“

Mein Schulweg letzte Woche

Goodbye Trude

„The Strangers“ (wie meine Gastmutter sie bis zum Treffen stets liebevoll genannt hat) aka meine Familie (beziehungsweise ein Teil dieser) waren bis vor zwei Wochen hier im Lande. 6 Tage Safari, 4 Tage in den Bergen bei mir und nochmal 4 Tage Indischer Ozean standen auf dem Programm.

Nach einer Nacht in dem völlig vermatschten und verregneten Gebirge bei Pauls Familie kämpfte (rutschte) ich mich am nächsten Morgen den Berg wieder runter und mit einer kleinen Auswahl Tansanischer Spezialitäten saß ich auch schon im Bus in Richtung Flughafen. Dort angekommen erwartete mich eine große Empfangshalle mit Bänken, Klimaanlage und Kaffee. Nicht. 😀 Der Empfangsbereich war unmittelbar hinter der Gepäckannahme vor der Tür des Flughafens. Ich machte es mir also auf dem Boden gemütlich und wartete… versuchte zwischendurch noch einem französischem Paar zu helfen, die dringend mal Internet brauchten was eigentlich ja durch 7 ½ Jahre mehr oder minder fleißigem Französisch-Pauken kein Problem sein sollte. Ja.. was soll ich sagen, ich hätte es kaum für möglich gehalten aber seit mittlerweile fast 8 Monaten hat das Kiswahili dann gesiegt und sich ein bisschen Platz in meinem Sprachzentrum gemacht. Ich habe kaum ein Wort richtig rausbekommen und musste sehr über mich selbst lachen, aber auch mit einem Gemisch aus Kiswahili und Französisch ließ es sich letztendlich verständigen und ich denke es ist nach diesem Jahr nur wieder eine Sache der Zeit, dass auch das Französisch wieder mehr oder minder sitzt 🙂 Dann waren sie endlich da. Die Wiedersehensfreude war groß und wir hatten die Fahrt erstmal viel zu erzählen und (mich ausgeschlossen) sehr viel zu schauen. Ich erinnerte mich an meine erste Busfahrt von Daressalam nach Tanga in der auch ich ständig das bunte Treiben vor der Scheibe beobachtete, da es doch sehr anders im Vergleich zu Deutschland ist.

Die nächsten Tage haben wir täglich im Geländewagen mit Max aus Arusha verbracht. Er war unser super sympathischer Guide, der uns durch die vielen Parks gefahren hat (bis auf die zwei male, in denen er mir eine riesen Freude machte und mir das Lenkrad kurz überließ 🙂 ) und uns echt eine Menge über die Tiere und das Land allgemein erzählen konnte. Elefanten und Hyänen direkt vor dem Zelt mitten in der Serengeti, eine Tzetze-Fliegen-Plage, einem unerwünschten Affen im Auto und vielen, vielen wunderbaren Erlebnissen und Eindrücken später, war leider die Zeit in den Nationalparks auch schon vorüber und die von meiner Familie befürchtete Busfahrt in die Berge stand an.

Mit einem Luxury Bus (Befürchtungen nicht bestätigt und begeisterte Marie 😀 ) ging es zu mir nach Hause. Also fast jedenfalls. Da dann noch vier mehr Personen die Kapazität unseres Hauses überschritten hätte, schliefen alle in Lushoto. Das Wetter war ein Träumchen und nichts im Vergleich wie es die Woche vorher (Regen, durchgängig) und die Woche danach (Regen, durchgängig) war und wurde. Nach der ersten Bodabodafahrt für meine Familie stand Samstags dann die große Familienzusammenführung an und es wurde zusammen erzählt, gelacht, gegessen und mit den Kindern gespielt. Es war erstmal kurz ungewohnt zu zeigen, wo, wie und mit wem ich so wohne, da man ja doch irgendwie sein Leben hier aufbaut und einrichtet und lediglich mit Fotos kleine Schnipsel rüberbrigen konnte. An diesem Tag findet man auch den Grund der Namensgebung dieses Artikels. Erinnert sich hier noch jemand an Trude? Ich glaube ich habe sie in einem der ersten Artikel hier erwähnt. Trude, die eigentlich ein Hahn ist (Ups, das wusste ich zu dem Zeitpunkt der Namensgebung leider noch nicht), hat seit ich letztes Jahr ankam hier gewohnt. Oft hat meine Mutter von gesprochen, dass wenn „the Strangers“ („die Fremden“) kommen, wir Trude essen würden weil sie dann ja groß und dick wäre. An jenem Morgen um 9:32 Uhr schickte ich, naiv, auch noch eine Whatsapp an meine Familie (zu dem Zeitpunkt in Lushoto) mit dem Inhalt „Trude lebt übrigens.“. Dass ich sie zu diesem Zeitpunkt das letzte Mal gesehen habe war mir leider nicht bewusst 🙁 Ich ging meine Familie abholen, sodass sie am Busbahnhof in Soni nicht von den Bodaboda-Fahrern überrannt würden und als wir wieder zuhause waren und ich vergeblich nach besagtem Hahn suchte, fragte ich letztendlich mal meine Gastmutter, die nur auf den Topf zeigte und lachte. Tatsächlich war das Trude und ich hatte es nicht für möglich gehalten, dass sie in dieser Zeit das Zeitliche segnen würde. So war es aber nun mal. Also Danke Trude und RiP! Nachdem wir also einen tollen Tag zusammen hatten und für Sonntag eine kleine Wandertour durch den Regenwald geplant war (TAYODEA ist nämlich auch eine Touristen-Ausflugs-Oranisation) verabschiedete auch ich mich und wohnte für den Rest der Zeit mit in Lushoto. Nach der Tour ging es noch zusammen auf den Markt, wo Sheila und Mama Power-Kitenge-Shopping betrieben. Es hat Spaß gemacht durch die kleinen Gassen von den Verkaufshüttchen zu schlendern, neue Sachen zu entdecken und meiner Familie Tanzania näherzubringen. Kurz vor dem Rückweg wurde noch die Sambosa (kleine superleckere dreieckige Teigtaschen) Lust befriedigt, da ich alle erfolgreich damit angesteckt habe und der Tag neigte sich auch langsam dem Ende zu. Zum Wochenstart fanden wir uns alle nochmal in der Schule ein und waren zum Mittagessen erneut bei mir zuhause.

Mishkaki (heißt wörtlich übersetzt Fleischspieß) mit Sheila

So Endete dann auch die Zeit hier in den Bergen und mit einem Coaster ging es am nächsten Morgen nach Tanga. Etliche Speedbumps später (jaa man merkt den Unterschied zum luxury Bus 😀 ) wurden wir in Tanga eingesammelt und es ging an die letzte große Station der Reise. Pangani, beziehungsweise Ushongo sollte es sein. Dort erwartete uns ein salziges Meer, Palmen und kleine Beach-Cottages. Zutaten für vier weitere tolle Tage und einem wunderbaren Abschluss für unsere Zeit zusammen. Am Abfahrtstag wurde ich in einem kleinen Ort rausgelassen, wo ich hoffte, dass der Angekündigte Bus nach Tanga dann auch wirklich kommt. Der Rest ist Richtung Süden weitergefahren um den Flieger in Daressalam zu erwischen. Der Bus kam dann auch… und ich traute meinen Augen nicht. Noch nie vorher bin ich in einem so überfüllten Bus gefahren und das mag was heißen. Persönlicher Freiraum war Fehlanzeige und ich musste auch die vollen 2 Stunden nach Tanga stehen, die Erleichterung an der Ankunft war riesig. Schnell noch einmal Coaster fahren und schon war ich wieder zuhause. Begrüßt wurde ich von einem weiteren Familienmitglied, das einen Tag vorher das Licht der Welt erblickte. Karibu Rehema! Meine Eltern, Sheila und André waren inzwischen schon wieder auf dem Heimweg und ich ließ mich müde ins Bett fallen.

Schnorcheln am Rande einer kleinen Insel, die nur bei Flut zu erreichen ist.

Violet, eine Tochter meiner Gastmutter mit ihrer Tochter Rehema.

Es war ein ganz besonderer und schöner Urlaub und ich war sehr froh, die vier hier in Tanzania begrüßen zu dürfen!

Hier war dann zwischenzeitlich Full-House mit 10 Menschen (inklusive zwei Neugeborenen), die hier nächtigten und alle gehören irgednwie zur Familie (das zu erklären erspare ich euch mal :D). Aber ich mag das. Ein bisschen Trubel und immer was zu tun, zu spielen oder zu erzählen… Da meine Familie ja eigentlich während der Ferienzeit hier wäre und ich direkt nach dem Urlaub wieder in die Schule gegangen wäre, aber der Staat einfach mal die Ferienzeit um zwei Wochen verschoben hat, bin ich grade zu Beginn der Osterferien wieder gekommen… Zufällig hat aber vor zwei Wochen die Baby-Class von TAYODEA hier im Ort begonnen, wo ich dann alternativ hingehen konnte. Dazu gern ein ander mal mehr 🙂 Die Ostertage verbringe ich nun in Tanga mit Theresia, die ebenfalls aus der Heimat Besuch da hat, ich freu mich drauf.

Backe, backe Kuchen…

…stellte sich hier als gar nicht soo leicht heraus. (Dies ist ein Nachtrag-Artikel, ich hatte es leider nicht geschafft, ihn rechtzeitig hochzuladen, da ich Besuch erwartete und dann erstmal ein bisschen Programm anstand. Mehr dazu aber im nächsten Eintrag 🙂 )
Mitte März stand also mein Geburtstag an und da hatte ich mir vorgenommen, meiner Familie eine kleine Überraschung zu machen, indem ich einen Kuchen selbst backen würde. Was daran so besonders sein soll? Einmal zurück besinnen, auf was wir hier kochen, und da fällt einem auch schnell auf, was fehlt… Der Ofen. Da in Tanzania so ziemlich jede Familie auf Feuer oder einem Gasherd kocht, hat fast niemand hier einen Ofen (vielleicht ist diese Tatsache auch einer der Gründe, warum so viel frittiert wird, was wir in Deutschland einfach mal schnell in den Ofen schmeißen würden). Kuchen ohne Ofen backt sich leider schlecht. Die Lösung? An einem der ersten Tage hier in den Bergen hat David uns mal mitgenommen zu der Katholischen Kirche im Nachbarort von Kwekibaa (so etwa 10 Minuten zu Fuß), der sich mehrere Gebäude anschließen und wo auch ein paar Schwestern wohnen. Der Komplex wurde vor vielen, vielen Jahren mal von einem deutschen Pfarrer erbaut und daher kam mir vieles bekannt vor. Die Küche hatte ich vorher noch nicht gesehen, aber ich wusste, es müsse irgendwo einen Ofen geben, da wir damals für Abdulis Geburtstag dort einen Kuchen abgeholt haben. Theresia kam also über das Wochenende zu Besuch und gemeinsam fanden wir uns „Hodi“-rufend vor dem Schwesternhaus wieder. Die Sache mit „Hodi“ hatte ich bis jetzt noch gar nicht erwähnt… Besagtes Wort heißt in etwa sowas wie „Hallo“, jedoch wird es nicht in einer normalen Konversation (wie zum Beispiel auf der Straße) genutzt, sondern man ruft/sagt das Wort, bevor man irgendwo eintreten möchte. Sei es jetzt ein Haus, dann fungiert es als Klingelersatz oder auch wenn man vor einem Zimmer steht, in dem Fall ein Klopfersatz. Man wartet auf ein „Karibu“ („Willkommen“) des Gegenüber und tritt dann erst ein. Irgendwann hat uns dann auch mal eine Schwester gehört und entfernt vernahmen wir ihre „Karibu“-Rufe. Als wir die stockdunklen Treppen runter gefunden hatten, standen wir auch schon in der Küche und zwei Schwestern begrüßten uns strahlend. Ich kam mir in der Küche wirklich wie in einem vergangenen Deutschland vor, auch mal ganz lustig. Die Schwestern freuten sich über unser Anliegen und wir sollten einfach am folgenden Tag kommen und dürften backen. Auf dem Rückweg wurden noch die Zutaten zusammengesammelt (fast hätte es Kuchen mit Ugalimehl gegeben… eher nicht zu empfehlen) und meine Mutter steuerte noch frische Milch bei, da es hier keinerlei Kühlschränke in den kleinen Shops gibt, sprich es gibt auch keine Milch zu kaufen. Am nächsten Morgen ging es mit dem Rezept in der Hand dann also los. Eine Sister war die meiste Zeit mit uns in der Küche und wir hatten einen echt schönen Vormittag! Nach einem halben Jahr mal wieder mit einer Waage, einem Schneidebrettchen und verschiedenen Kuchenformen zu arbeiten war erstmal ganz ungewohnt. Der Teig war fix gemacht, das Rezept wurde individualisiert 😉 und der Kuchen wanderte dann in den Holzkohleofen. Da sich in der Zwischenzeit kurzfristig der Bischof aus Tanga zum Mittagessen angekündigt hatte (natürlich spontan 😛 ) wurden wir gebeten, doch bitte noch einen Kuchen für ihn zu backen. Also standen 15 Minuten später dann zwei Kuchen im Ofen… Und da die Aussicht, dass irgendeiner von den Kuchen in naher Zukunft fertig sein würde, aufgrund der recht niedrigen Temperatur gering war, machten wir uns dann noch nützlich und konnten bei der Essensvorbereitung helfen. Kurzerhand wurde groß aufgetischt, sprich es gab viel zu tun. Eine Stunde später war der Kuchen dann auch mal durch und wir konnten uns auf den Heimweg machen.
Der nächste Tag verlief ganz entspannt… Mittags fand ich mich 100 Meter den Berg hinter unserem Haus hoch wieder (hier, mitten im Feld, habe ich einen kleinen Spot entdeckt, an dem ich doch tatsächlich genug Internet zum skypen habe 🙌) und konnte meiner Familie in Deutschland kurz Hallo sagen. Wieder zuhause, bereiteten Theresia und ich massenhaft Passionsfrüchte für den Saft vor, den wir später zusammen trinken wollten. Glory und Abduli waren leider unterwegs, also hatten wir genug Kuchen, um nachdem wir hier zuhause gegessen und klein gefeiert haben, auch noch Bibi (Großmutter) zu besuchen, um ihr ein bisschen davon zu bringen. Über den Teil vom Kuchen, der dann immer noch übrig war, freuten sich die Lehrer am nächsten Tag.
Viel mehr war es nicht, aber trotzdem wird er mir in schöner Erinnerung bleiben, mein 20. Geburtstag in Tanzania.

1 Woche Moshi – ein großes Wiedersehen, Zwischenseminar & das böse Wort mit „M“

Nachdem nun die Hälfte meiner Zeit hier vorüber ist und das ja nicht nur für mich, sondern auch für 25 weitere Kolping-Freiwillige in ganz Ostafrika gilt, stand das Zwischenseminar vor der Tür. Aus Malawi, Uganda und Kenia sind alle nach Tanzania, genauer gesagt nach Moshi, angereist. Für die einen hieß das 45 Minuten, für die anderen teilweise mehrere Tage im Bus sitzen… Ich war mit 6 Stunden ganz gut dran und konnte nach der Woche, die ich hier mit Till aus Bukoba verbracht hatte, entspannt im Bus anreisen.

Till, Madame Aghata und ich

Das Zwischenseminar ist ein von weltwärts vorgeschriebenes Seminar und mit Kolping hatte ich das Glück, dass wir genug Freiwillige aus Ostafrika sind, sodass das Seminar Organisationsintern durchgeführt wird. Sprich Judith, die auch das Auswahl- und Vorbereitungsseminar mit geleitet hat, kam extra aus Deutschland runter geflogen. Als Locals von Kolping hatten wir Richard aus Singida, ebenfalls ein sehr bekanntes Gesicht, Aloyce aus Kenia und Peter ebenfalls aus Tanzania, der selbst schon einmal für längere Zeit in Deutschland war. Alle zusammen stellten wir uns unseren Tagesablauf zusammen und reflektierten die fünf Tage vor allem unseren bisherigen Freiwilligendienst. Es ging um unsere Rolle als Freiwilliger, unsere Arbeit, den Austausch und die Hindernisse der verschiedenen Kulturen sowie Fortschritte, Rückschläge, Probleme oder Hoch- und Tiefpunkte. Alles in allem lebte das Seminar vom Austausch untereinander und dem diskutieren über die verschiedenen Einheiten. Ebenso wurde neue Motivation geschöpft für unsere restliche Zeit und man konnte ein paar neue Ideen und Ansätze sammeln. Eine wunderbare Zeit und Gelegenheit so viel mehr als man es in so manchen Blogs von den Mitfreiwilligen lesen kann, über sie und ihr leben hier zu erfahren! Das Programm war locker und offen genug um uns genug Zeit hierfür zu geben (vor allem bei dem super Essen 😍)

Viel zu schnell war leider die Woche vorbeigerauscht und Freitags feierten wir Abschied, da einige Samstag schon sehr früh heim mussten oder bei vielen Stand der lang ersehnte Besuch aus der Heimat an (nächste Woche ist es auch bei mur soweit! 🙂 ). Eigentlich wollten wir uns mit ein paar von den dort Gebliebenen noch einen schönen Tag machen und erst am nächsten Tag die Heimreise Antreten, das fiel für mich leider (im wahrsten Sinne des Wortes) flach…

Unser Tagesplan

Die Ostafrika Gruppe und vorne unsere Seminarleiter

Hier kommt das böse Wort mit „M“ ins Spiel und das ist *Trommelwirbel* … Malaria. Mist. Ja, nach einem halben Jahr trotz NoBite, Mückennetz und der Tatsache dass ich so ziemlich als Einzige in nahezu mückenfreien Gebiet wohne, hat es mich dann erwischt. Mit einmal ging es mir Samstag mittag ziemlich schlecht und da sich das auch nach Ausruhen nicht bessern wollte und noch Fieber hinzukam gehen hier in Tanzania direkt alle Alarmglocken an. Zum testen (das ist hier ein Standarttest für umgerechnet 1€) bin ich in die nächste Dispensary gegangen und siehe da… Ich habe für dieses Jahr scheinbar das Tanzania All-Inclusive-Paket gebucht, kam die befürchtete Antwort zurück, dass ich Malaria hätte. Mir ging es auch von mal zu mal schlechter (Details erspare ich euch hier mal 😀 ) und nach einem kurzen Aufenthalt in der Dispensary, in der ich direkt eine Injection bekam, wurde ich mit dem Malaria Gegenmittel und einem Antibiotika (scheinbar habe ich auch noch eine Infektion vom der ich nichts weiß?! 😀 ) „heim“ entlassen. Die folgenden Tage waren echt nicht ganz so cool und ich lag nur im Hotel rum weil Heimfahren ging so leider nicht… Theresia ist lieberweise bei mir geblieben! 🙂 Die Medikamente schlugen aber an, sodass ich nach einem erneuten Test (der dann negativ war 🙌) endlich heim konnte. Ich war einfach froh die gewohnte Umgebung wieder um mich zu haben und vor allem wieder fit zu sein! Jetzt bin ich wenigstens ein bisschen besser über diese ganze Malaria Sache informiert und hab echt nen besseren Plan davon… eine positive Sache hatte es ja 😀 Nochmal brauch ich das aber bitte nicht!

Also bis nächstes mal und bleibt alle fit! 🙂

Der erlösende Zettel 🙂

P.S.: Ich habe es nach einem halben Jahr dann auch mal geschafft die anderen weltwärts-Blogs zu verlinken… Also wer an ein paar Erlebnissen aus aller Welt Interessiert ist, der klickt oben in der Leiste einfach mal auf „die Anderen“. Viel Spaß! 🙂

Halbzeit

​Mein Zimmer aufschließen und zu Hause ankommen, tief durchatmen und sich erst einmal aufs Bett schmeißen. Das Gefühl ist auch tausende Kilometer von Deutschland entfernt das Selbe. (Notiz an mich: Vielleicht nicht mit voller Wucht aufs Bett schmeißen, wer weiß was das alles so aushält. Es soll schon vorgekommen sein, dass Nachts mitten im Tiefschlaf sich einfach mal die eine Ecke des Gestells inklusive Lattenrost verabschiedet und die Matratze mit völlig erschreckter und verwirrter Marie auf dem Boden landete 😀 )

Vor einem halben Jahr war das für mich noch schwer zu glauben, wie es sich anfühlen wird, wenn man sagt „Ich gehe dann mal heim.“ eben nicht nach Nierstein sondern nach Kwekiba zu gehen. Dort hoffen, dass das Schloss an der Haustür nicht klemmt (beziehungsweise nicht mit dem falsche Schloss, zu dem ich keinen Schlüssel habe, zu geschlossen ist) und hinter dem Vorhang meine Zimmertür zu finden.

Ja, richtig gelesen: ein ganzes halbes Jahr ist nun vorüber. (Ob „ein ganzes halbes Jahr“ sich jetzt komisch anhört und grammatikalisch wahrscheinlich auch falsch ist, soll mir grade mal egal sein. Anders kann ich es nicht in Worte fassen: Hallo?! 6 Monate… 6 mal den Jakobsweg laufen… 26 Wochen… die 13. Stufe noch einmal machen…) Vor einem halben Jahr war ich im Pack- und „Tschüss sagen“-Stress, konnte es kaum glauben, dass dass es jetzt tatsächlich losgeht und hatte ein ziemlich unklares Bild von Tanzania und allem was mich erwarten würde. Heute kann ich wirklich sagen, dass ich mich hier sehr wohl fühle und angekommen bin! Einen großen Teil hierfür verdanke ich sicher meiner Gastfamilie, die mich mit offenen Armen empfangen hat, mir Tansania näher gebracht hat und mir hilft, es zu verstehen… sprachlich wie auch kulturell. Außerdem natürlich auch allen anderen Menschen mit denen ich zu tun habe und Zeit verbringe. Ob jetzt im Projekt mit den Kindern, in der Schule mit den Lehrern oder andere Freiwillige mit denen ich hier so lebe. Ich haben in diesen sechs Monaten schon viel erlebt, gesehen und ganz viel gelernt. Vieles ist sicher nicht so gelaufen, wie es hätte sein sollen aber auf der anderen Seite wen interessiert schon wie es „hätte sein sollen“… Es kam viel drauf an, was man daraus gemacht hat und auch wenn es manchmal einfach genervt hat sich mit sämtlichen Behörden auseinanderzusetzen und wochenlang auf irgendwelche Papiere zu warten. So hatte ich zum Beispiel die Möglichkeit, andere Projekte zu besuchen oder meine Umgebung besser kennen zu lernen. 🙂

Ich muss oft darüber nachdenken, was für ein krasses Privileg das alles hier für mich ist und ich bin sehr dankbar dafür, dass es diese Möglichkeit gibt und vor allem froh, dass ich sie damals genutzt habe. Nun Sitze ich hier auch dank der Mithilfe und Unterstützung von ganz vielen Menschen daheim und darf euch alles von meiner Zeit hier berichten.

Die Zahlen, wann es für mich zurück geht, fangen doch tatsächlich schon an kleiner zu werden und gerade weil ich weiß, was hier noch so auf mich wartet, kommt mir das alles gar nicht mehr so lange vor, bis es für mich wieder nach Deutschland geht. 😮

Also auf in die zweite Hälfte… ich freue mich drauf weitere Ecken Tanzanias zu erkunden, Erfahrungen zu sammeln und eine Verbindung zu einem so aufgeweckten, bunten und diversen zu knüpfen und natürlich immer mal wieder hier ein bisschen was von mir hören zu lassen!
Hier sind noch ein paar Fotos von letzter Zeit.. Alles gemischt und ohne Reihenfolge 😉

Im Jugebdzentrum haben wir Schiffchen gebastelt
Meine Familie hat Nachwuchs 🙌 Das ist Whitney die Tochter von Sarah

Ein Ausflug nach Pangani…
Streetfood in Tanga. Super schön, wenn abends alle ihre Grills oder Öllampen auspacken und es für wenig Geld leckere Sachen gibt

Im Unterricht
Ich habe für meine Familie Fussili mit Tomatensauce gekocht. Sie waren erst ein wenig skeptisch weil ich die Nudeln nicht wie üblich mit Zucker angebraten habe sondern im Wasser Salz war. Ich fand es ganz wunderbar und ihnen hat es glaube ich auch geschmeckt 😁🍝
Zu ihrem Geburtstag waren wir mit Theodora, Theresias Gastschwester, schwimmen.
Seit Anfang des Jahres geht Abduli jetzt schon in die „Schule“ und diese goldische Schuluniform kann ich euch nicht vorenthalten 🙂
Statt Mais kann man auch Cassava (Maniok) nehmen um Mehl für Ugali herzustellen. Das wird dann in einem Riesenmörser zubereitet. Ich durfte auch mal ran aber wurde direkt wieder abgelöst… Hauptsächlicht weil sich hier alle immer drum bemühen, dass ich ja nicht zu lange in der Sonne stehe und weil mein Rock ja dreckig werden könnte 😀
TAYODEA (das jerzt übrigens NAF New Age Foundation heißt) Jahresmeeting

The witch doctor is coming

​Es ist Samstag und den ganzen Mittag hörte ich schon in der Entfernung Trommeln, Gesang und Menschen die schreien, pfeifen oder den üblichen „Jubelsound“ machen… Viel dabei gedacht hab ich mir nicht, da es ja normal ist, hier laut zu feiern. Mein Gastbruder hat ein bisschen zu den Trommelklängen getanzt und Karini (meine kleine Nachbarin) hat beim Malen die Schreie nachgemacht. Also alles beim Alten. Irgendwann kam jedoch meine Gastmutter zu mir und erwähnte dann im Gespräch, dass der Witchdoktor heute unterwegs ist und daher die ganzen Geräusche kommen. Von den Witchdoktoren (Hexen-Doktor) habe ich schon ein bisschen was durch den Gastbruder einer Mitfreiwilligen gehört und sehe sie auch fast täglich bei meinem Lieblingssender (aufmerksame Leser wissen, dass es sich hierbei um den berühmt berüchtigten meinerseits sehr unbeliebten „ZinemaZetu 100% Bongomovies“-Sender handelt) ihre Zeremonien durchführen. Persönlich hatte ich bis heute aber noch keinen Kontakt mit einem. Was ich bis jetzt mitbekommen habe, scheint mir, als ob viele Leute hier sie sehr respektieren und ihnen viel Glauben schenken in dem, was sie praktizieren und auch gerne von ihnen erzählen. In meinem Reiseführer steht, dass obwohl die Kirchen intensiv zu missionieren versuchten, viele dennoch an Geister, Dämonen oder ähnliches glauben und sie als allmächtig ansehen. Durch den Glauben an Geister oder Hexen wird es ihnen ermöglicht, Schicksalsschläge wie eine Krankheit oder schlechte Ernte zu erklären. Hexenvertreiber und traditionelle Heiler genießen also ein sehr hohes Ansehen in der Dorfgemeinschaft, wobei bei ihnen oft auch die Grenze zu Kräuterheilern (wie es sie ähnlich auch in Deutschland gibt) fließend ist. Aber zurück zu dem Gespräch mit meiner Mutter… Ein bisschen Nachhaken später stellte sich heraus, dass er durch die Häuser hier in der Umgebung zieht und die bösen Dinge aus ihnen entfernt. Oft wiederholte sie, dass es ein Wunder sei und er gute Sachen macht. Wenn ich sie richtig verstanden habe, dann bezahlt der Bürgermeister den Hexendoktor, da es ja auch in seinem Interesse ist, dass der Ort ohne Böses ist. Der Gesang war noch weit entfernt, und sie meinte, er würde auch hier vorbei kommen aber ich wäre ja nicht allein, wenn er kommt. Schon ein bisschen neugierig, malte ich mit Karin drinnen weiter und dachte nicht groß weiter darüber nach. Als dann die Gesänge lauter wurden und ich unten an der Straße die ersten Menschen habe langlaufen sehen, hoffte ich dann doch irgendwie, sie würden vorbei laufen, da Karin herausgerannt war und ich allein zuhause war. Ein bisschen unwohl habe ich mich wirklich gefühlt, als ich dann die Menschenmasse sah, die sich gerade unsere Einfahrt hoch bewegte… bestimmt 100-200 Menschen, ich weiß nicht, bis wie weit sie nach unten standen. Die ersten standen dann auf der „Terrasse“ vor unserem Haus und ein paar Männer mit roten Umhängen (ich denke mal, es waren die Helfer des Doktors) kamen ans Haus. In dem Moment habe ich endlich unter den zig unbekannten Gesichtern meine Gastmutter gesehen und bin schnell noch rausgeflitzt, als gerade einer der Helfer mit Wasser aus einem Eimer, in dem Kräuter waren, so etwas wie eine Linie vor unseren Eingang zog. Alles war jetzt voller Menschen, die hin- und herdrängelten, um den besten Platz zum Sehen zu haben, und in der Mitte der Einfahrt tanzte der Witchdoktor mit ein paar Helfern zu den Trommeln. Ständig waren alle in Bewegung, da er vom Nachbarhaus einmal durch den Vorgarten gerannt ist und dann wieder mal kurz weg war, um sich mit einem Huhn auf dem Kopf vor das Nachbarshaus zu stellen und laut zu reden. Verstanden habe ich leider nichts. Nach seiner Rede war dann unser Haus an der Reihe. Auf seinem Weg hat er auch mich gesehen und irgendwas Unverständliches zu mir gesagt. Auch wenn es seltsam war, habe ich mich gut umsorgt bei den Bibis (Omas) und Mamas um mich herum gefühlt. Viel gesehen was er dann drinnen macht, hat keiner von uns, da lediglich meine Gastmutter mit ihm im Haus war. Nach einem kurzen Besuch in unserer Küche sind sie erneut für eine Weile rein gegangen und alle warteten. Heraus kam meine Mutter, die ein bisschen aufgelöst aussah und er. In der Hand hielt er etwas, was ich dann später als Küken, einen Schuh  und ein Tuch in Mehl und Wasser getränkt identifizieren konnte. Auf dem Grab von meinem Gastvater stand er nun also und tat so, als würde er etwas von den Sachen in seiner Hand hören bis er schließlich – wie bei den Nachbarn – laut etwas verkündete. Viel mehr als dass er dauernd „Schuh“ sagte, habe ich nicht verstanden. Kurz bevor er weitergegangen ist, hat er mit einem Wedel aus Haaren wild vor unseren Gesichtern rumgewedelt. Damit war die Zeremonie wohl beendet und er zog mit allen Menschen im Schlepptau weiter. So stand ich also dort, vor unserem Haus, und hatte so gut wie keinen Plan, was genau da grade passiert war. Meinte Mutter ist mit ein paar Frauen ins Haus gegangen und hat ihnen irgendetwas gezeigt, diese kamen nämlich nochmal und haben ihr (wie es für mich klang) tröstende Worte zugesprochen. Als dann endlich alle weitergezogen sind, hat es mich dann doch interessiert, was passiert ist, und was der Witchdoktor gemacht hat. Meine Mutter erklärte mir daraufhin, dass sie noch eine Tochter hat, die seit 2005 verschollen ist. Durch den Schuh soll sie scheinbar von dort, wo sie grade ist weg, um wieder heimzukommen. Vor ihrem Bett hat sie mir auch gezeigt, wo er das besagte „Ding“ gemacht hat, dort sieht man noch Mehl, das Kraut und Wasser. Das kleine Küken war von uns und musste aber scheinbar getötet werden, da Hühnerblut gebraucht wurde. Was es genau mit dem Kinderschuh, dem Mehl und der ganzen Sache an sich auf sich hat, wird sich mir wahrscheinlich nie richtig erschließen. Von der vermissten Tochter wusste ich bis heute jedoch noch nichts 🙁 Abschließend kann ich über diese Begegnung sagen, dass sie meiner Meinung nach, wie oben geschrieben, größtenteils Hoffnung machen soll. Ich weiß nicht, inwieweit der Hexendoktor selbst an das glaubt, was er da praktiziert und auch nicht, inwieweit es die Menschen hier im Ort tun, dennoch fand ich es sehr spannend, bei so etwas mal dabei gewesen zu sein.
Da ich mein Handy grade in der Hand hatte, hab ich mal versucht unauffällig ein Bild zu erhaschen:

Reisemonat (& Weihnachten)

Die großen Ferien in den Schulen und somit unser Reisemonat standen an.

Anfang Dezember haben Theresia und ich uns also entschieden den langen Weg in den Nordwesten Tansanias auf uns zu nehmen, um Aline und Till zu besuchen. Bukoba, so heißt die Stadt wo die zwei wohnen, liegt westlich am Viktoria See und man braucht mit dem Bus (wenn man Zwischenstopps, Verspätungen und Pannen mal ignoriert) am Stück geschätzt 23 Stunden hin. Da wir jedoch relativ wenig Lust hatten, das Alles auf einmal auf uns zu nehmen, machten wir unseren ersten Stop schon in Moshi.

Dort kamen wir zwei Nächte bei Paul unter und zusammen besuchten wir die Maji Moto (Swahili für „heißes Wasser“), eine Wasseroase die durch unterirdische warme Quellen mitten im Massai-Farmland mehrere Bäche sowie einen natürlichen Pool speisen. Das Maji war zwar nicht moto, sprich es war eher kalt, aber wir verbrachten den Tag an einer wirklich wunscherschönen Kulisse unter riesigen Maulbeerfeigen und mit einem Schwungseil mitten in das glasklare Wasser. Wer übrigens die abenteuerreichsten Bodabodafahrten sucht, dem kann ich die Fahrt von Uchira nach Kirua Vunjo (wo Paul wohnt) empfehlen 😀 Die Fahrer haben wirklich Spaß den Berg runterzurasen (gerne auch mal mit etwa 60km/h den Schotterweg runter), berghoch im Dunkeln sich ein Rennen mit den anderen Fahrern zu liefern (mindestens genauso schnell) oder auch mal ein Mishkaki (das heißt übersetzt „Fleischspieß“ und so nennt man es, wenn zwei Leute auf dem Bodaboda hinten drauf sitzen.. was eigentlich nicht so richtig erlaubt ist, aber vor allem in ländlichen Gegenden immer gemacht wird) mit drei Leuten plus Fahrer erlauben (nichts für Leute mit Platzangst).

Nach einem Zwischenstopp in Singida stand Freitags endlich die letzte Busfahrt vor Bukoba an.

Kurzgefasst: zwei Stunden Verspätung, ein grauenhafter Bus, der Tank ging mitten im Nirgendwo leer und wir mussten etwa eine Stunde warten bis das losgeschickte Bodaboda Sprit geholt hat und zu guter Letzt ist ein Reifen geplatzt… und als ob das noch nicht genug war hatte das Bajaji, das Aline und mich nach Hause bringen sollte, auch noch eine Panne und wir standen bestimmt nochmal 20 Minuten 😀 Wir waren alle doch sehr froh Nachts um 4 endlich ins Bett zu fallen! (Wieder einmal waren es die HotPots, die mir das Essen auch bis zu so später Stunde warmgehalten haben 🙂 )

Am nächsten Tag stand so etwas wie eine Jahresabschlussfeier für das Schulkollegium der Kolpingschule, in der Aline und Till arbeiten, an und wir fuhren alle zusammen mit einen Schulbus an einen Strand in der Nähe. Hier fällt mal wieder der Unterschied zwischen einer privaten (und dazu auch noch von Kolping unterstützten) und einer staatlichen Schule, an der etwas in dieser Art nicht möglich wäre, auf. Den Tag verbrachten wir an einem abgelegten Strand und es wurde erzählt, gespielt und am Ende gab es noch Essen und Trinken für alle. Für einige vielleicht auch etwas zu viel Trinken, denn die Rückfahrt glich mehr einer Zugfahrt mit betrunkenen Fans nach einem Fußballspiel und der Fahrer ist eher Autoscooter als Bus gefahren, alle waren froh als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten 😀 Für den nächsten Tag haben wir uns mit Bekannten von den Beiden verabredet, die jeden Sonntag morgen eine Mountainbiketour machen und uns jenen Sonntag mitnehmen wollten. Die obligatorische Wartestunde später machten wir uns auf den Weg an der hügeligen Küste entlang. Nach fünf Minuten fing es dann an zu Schütten und durchnässt zeigten uns die Mountainbiker wo es lang gehen sollte: „Da runter!“. Das besagte „Da runter“ war nicht mal ansatzweise ein Weg sondern einfach nur Abhang, aber wir haben es auch dort mit Ach und Krach runtergeschafft. Glücklich kamen wir unten an und machten erstmal Rast mit unserem Lieblingssnack Samosas (kleinedreieckige gefüllte Teigtaschen) danach ging es auch wieder am See entlang zurück in die Stadt. Einen Tag der Woche haben wir uns mit einer Lehrerin der Kolpinschule zum Kochen getroffen und zum Abschluss machten wir noch eine kleine Tour mit einem Guide zu einer Farmer, zu alten Wandmalereien und nach einem Picknick zu den Wasserfällen.

Da ich versprochen hatte, zu schreiben wenn ich mal was ganz Neues esse… Senene, Embe mit Pilipili und Kiti Moto.

Senene vorher…
…und nachher. Frittiert und lecker gewürzt.
Mango (Embe) mit Pilipili (Salz & Chili). Hört sich erstmal komisch an, ist aber wirklich lecker und mal anderes

Kiti Moto (heißt zwar heißer Stuhl hat aber nichts damit zu tun). Ist frittiertes, gewürztes Schweinefleisch. Irgendwie habe ich grade ein Deja Vu beim schreiben 😀

Die Zeit in Bukoba ging wirklich schnell vorüber aber unser kleiner Trip war noch nicht vorbei, denn wir machten uns noch auf den Weg nach Mwanza, was südlich am See liegt. Hier lernten wir mal eine ganz andere, uns bis dato noch unbekannte Seite Tanzanias kennen. Die Stadt ist sehr westlich mit hohen modernen Gebäuden, Ampeln… das war für uns schon beeindruckend nach vier Monaten Dorfleben. Aline und ich sind einen Abend im Yachtclub zur Christmas-Party gegangen und wurden dort spontan vom Restaurantbesitzer zum Bootsfahren für den nächsten Tag eingeladen. Außerdem lernten wir ein paar Jungs etwa in unseren alter kennen, die aus Mwanza kommen. Warum ich das erwähne? Es war anders als wir es gewohnt waren.. Sie waren die, die große Augen machten weil wir ohne fließend Wasser oder einem Auto leben. Man hatte ein bisschen das Gefühl man lernt grade eine andere Welt kennen. Der Onkel ist VW Händler, die Familie hat ein eigenes Auto und sie sprechen eigentlich kein Swahili. Aber auch das ist Tanzania, solche Leute leben hier genauso wie die, die wie bisher kennen lernen durften. Dennoch hatten wir das Gefühl, dass sie eher  weniger Bewusstsein für das Andere haben.. Auf die Frage wo der Busstendi ist, hatten sie keine Antwort obwohl ja eigentlich Busfahrten das Hauptverkehrsmittel ist. Lustig und freundlich waren sie aber allemal und wir verbrachten einen echt coolen Abend noch mit ihnen im Rock Bottom, einem Club in Mwanza. Am nächsten Tag haben wir zusammen mit Raschid, Anita und Uwe (zwei ursprünglich Österreicher, die 10 Jahren in Südafrika gelebt haben die es nun aber nach Ostafrika verschlagen hat) die Bootstour auf dem See gemacht, was sehr schön war! Allgemein gibt es sonst in Mwanza nicht so viel zu sehen… Die meiste Zeit sind wir rumgelaufen oder waren essen 😀 (Falls irgendjemand mal dorthin kommt geht zu Sizzlers! Ob 1,2 oder 3 mal ist egal, das lohnt sich auch öfter. )

Soo.. Jetzt mal zu Weihnachten, beziehungsweise das, was davon hier gefeiert wird. Der 24. war ein ganz normaler Abend, genauso wie der 25. ein (fast) ganz normaler Tag war. In der Kirche morgens kam bei mir ungefähr 3 Minuten Weihnachtsstimmung auf, als wir „Oh du fröhliche“ auf Swahili gesungen haben aber das wars dann auch schon. Wir sind danach zu Bibi gegangen und haben ein bisschen Essen vorbereitet und danach (leider nicht alle zusammen) gegessen… Wir saßen mal bei allen Nachbarn ein bisschen rum und sind dann nachmittags heim. Geschenke sind hier scheinbar nicht wirklich üblich, dennoch habe ich für jeden etwas kleines besorgt und sie haben sich wirklich gefreut! Zusammengefasst: ein recht unspannendes Weihnachtsfest ohne viele Traditionen oder ähnlichem.. Trotzdem war es eine gute Erfahrung solch ein Fest mal ganz anders zu verbringen als ich es gewohnt war. 

Unser „Weihnachtsbaum“ für den Abduli und ich noch Bommel gebastelt haben

Der Reisemonat war aber noch nicht vorbei.. Am 28. hieß es nochmals „Auf Wiedersehen!“ zu meiner Familie, denn alle Tanazania Freiwilligen haben Urlaub über Silvester auf Zanzibar geplant. Über Daressalam ging es mit der Fähre nach Stonetown auf die Insel. Dort verbrachten wir unsere ersten paar Tage und wurden erstmal mit „Hakuna Matata’s“ und „Jambo’s“ überschüttet… Man merkt, dass es ein touristischer Ort ist denn glaubt mir, es sagt niemand „Hakuna Matata“ oder „Jambo“ im Alltag 😀 Manchmal war es ein bisschen Anstrengend aber einer der Vorteile daran in einer Touristenstadt zu sein, war es mal wieder kurze Sachen zu tragen und gegen den Freiwilligen-Abdruck (braune Arme mit Tshirtrand und braune Füße) vorzugehen 😀 Die Stadt war sehr schön und im Rahmen einer kleinen Stadtführung haben wir ein bisschen was über sie erfahren dürfen, sowie das Haus des Sultans und das House of Wonders besucht. Viele Gebäude hatten eine sehr spannende und schöne Architektur. Ganz anders als im Tanzania Festland, wo kaum ein Gebäude Geschichte hat oder älter als ein paar Jahrzehnte ist. Silvester haben wir auf einer großen Party direkt am Meer gefeiert und sind dann für den Rest der Woche noch auf die Ostseite der Insel gefahren für ein bisschen Strandurlaub. Nach ein bisschen relaxen an den langen Sandstränden machten ich und noch vier weitere einen Kitesurfkurs über drei Tage. Unglaublich was eine Kraft hinter so einem 16m Drachen steckt und wie es einen bei der kleinsten Bewegung umhauen kann. Nach den drei Tagen standen wir dann aber auch mal so 100 Meter auf dem Brett, es hat wirklich Spaß gemacht und muss irgendwie mal weitergeführt werden! Auf dem Rückweg ging es mit der Nachtfähre abends um 9 los und wir haben dann in der Früh Daressalam erreicht… Warum es die Fähre gibt und warum sie eigentlich so langsam Fährt ist uns bis heute ein Rätsel aber als Sparfüchse nehmen wir halt gerne das Billigste und dann kommt wohl oder übel auch mal sowas bei raus 😀

Auf dem Weg zu einer kleineren Insel zum Schnorcheln

Ein letztes kleines Highlight war noch der Kinobesuch am letzten gemeinsamen Abend in Daressalam

Seit Mittwoch bin ich jetzt wieder in der Schule. Einen Stundenplan gibts noch nicht und es sind scheinbar auch noch zu wenige Lehrer aber das wird hoffentlich schnell und dann kanns bald wieder losgehen.

Ich hoffe ihr hattet alle einen guten Start ins neue Jahr und ich wünsch allen, die hier meine kleinen Berichte mitverfolgen, alles erdenklich Gute für 2017 (wenn auch etwas verspätet! Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit rum geht… dieses Jahr komm ich schon wieder 😮

Eine Hommage an HotPots

Was ein HotPot ist und warum er aus dem Küchenalltag der Tansanis hier nicht wegzudenken ist, erkläre ich euch unten. 😉

Jetzt erstmal zum Essen hier (sehr wichtiges Thema! 😀 ). Viele haben mich schon gefragt was es bei mir so jeden Tag gibt und auch ich hatte bevor ich hergekommen bin wenig Vorstellungen vom Essen hier. Ugali? Pilau? Mandazi? Hat mit wenig gesagt. Da ich nun aber schon über 100 Tage (Die Zeit rast!) hier bin, denke ich, dass ich mittlerweile ganz gut sagen kann, was in Tansania so auf den Tisch (beziehungsweise Boden / Hocker) kommt.

In den Tag starte ich mit Chai (was einfach das Swahili Wort für Tee ist). Hier wird – Überraschung – Tee getrunken. Meist ist es Teepulver, welches mit Gewürzen im Topf aufgekocht wird. Die Gewürze sind optional.. hierzu gehören unter anderem Kardamom, Pfeffer, Ingwer oder Zimt. Persönlich trinke ich lieber den Tee ohne Gewürze aber das ist Geschmackssache. Unverzichtbar für die Tanzanis ist der braune Zucker und davon reichlich. Da wird gerne mal in eine Tasse zwei bis drei gehäufte Esslöffel vom guten Zeug reingerührt. Jedes mal, wenn ich meinen Tee ohne Zucker trinke, werde ich von allen ausgelacht und gefragt wie ich das nur machen kann?! 😀 Zum Tee gibt es meist Mandazis oder Bajia, wer es mag tunkt sie einfach in den Tee. Mandazis sind kleine Hefeteigteilchen, die frittiert werden. Sie sind leicht süßlich und manchmal ist gemörserter Kardamom mit drin, ich mag sie sehr gern. Bajias sind ebenfalls frittierte Teigbällchen, sie sind herzhaft und aus ganz bestimmten Mehl hergestellt. Im Teig findet man meistens kleingeschnittene Zwiebeln, grüne Paprika, kleine Chilis oder so grünes Kraut. Frisch schmecken sie wunderbar, doch leider sind sie am nächsten morgen immer ein bisschen trocken. Das ist so mein alltägliches Frühstück. Manchmal gibt es aber auch ein Omlette (frittiertes Ei 😀 ), Kochbananen, einfach kleine Buns (Weißbrot) oder noch Essen von Abends. Reis mit Bohnen zum Frühstück war dann echt gewöhnungsbedürftig.

So, und kurz bevor hier gleich das erste Foto seinen Platz findet, möchte ich nochmal erwähnen, dass das hier jetzt keine Instagram-Food-Bilder sind 😀 Also nichts mit schon angerichtet und noch mit drei Sesamkörnern bestreut oder so. Eher ein „Ich-hab-hunger-aber-knips-noch-schell-ein-Foto“-Bilder. Schmeckt meistens besser als es aussieht 😉 😀

Mandazi. Gibt es in Kugeln, Knoten, Vierecken…

Bajias

Mein Mittag- und Abendessen fasse ich hier mal zusammen, denn es gibt immer zwei mal warm. Ich beginne mal mit Ugali – DAS Essen in Tansania. In jedem Reiseführer steht es und jeder, der einmal hier war wird den festen Maisbrei (wohl oder übel) kennen lernen. Was man dafür braucht ist simpel. Maismehl (jeder Ort hat eine Mahlmaschine) und Wasser… das wars. Beides wird solange gekocht und gerührt bis eine feste Konsistenz erreicht wird, die man mit der Hand zu kleinen Bällchen formt und so mit einer Beilage isst. Ugali selbst schmeckt nämlich nach gar nichts. Um mal unsere typischen Beilagen vorzustellen: angebratenes grünes Blattgemüse, Tomatensauce, getrocknete Fische in Saucen, Kohl, Bamia, Bohnen, Tomaten/Gurkensalat, Avocado, frischer frittierter Fisch, gekochtes Hühnchen oder Fleisch (beides komplett mit Knochen). Im Durchschnitt würde ich sagen gibt es bei mir zuhause einmal am Tag Ugali und einmal was anderes, wie Reis, Pilau (gewürzter Reis), Pommes oder Nudeln. Kleine Info zu den Nudeln, die sind nämlich süß. Ich war erschrocken und frag mich auch jetzt noch, was der Reiz hieran ist.. aber gut, ist immer mal wieder eine willkommene Abwechslung. Außerdem gibt es oft Makande, ein „Eintopf“ aus getrocknetem Mais und Bohnen, welcher gewürzt ist. Weitere „Eintöpfe“ gibt es aus Kartoffeln, Yams (eine Wurzel die so ähnlich wie eine Kartoffel schmeckt) oder meistens aus Kochbananen. Zu guter Letzt noch Chapati, das Beste! Chapatis sind Pfannkuchen/Blätterteig-ähnliche Fladen die man auch mit den oben genannten Beilagen isst. Man ignoriert einfach mal für ne halbe Stunde die 4 Esslöffel Öl die da pro Chapati drin sind und sie schmecken wunderbar (und am Besten sind die von zuhause!).

Das wars jetzt auch mit den Hauptspeisen, ich erinnere mich nicht daran, je Zuhause was anderes gegessen zu haben, werde aber falls es sie geben sollte, von Neuentdeckungen berichten. Ein Stückchen Papaya, Wassermelone, Mango, Banane oder Orange findet meist auch den Weg auf meinen Teller und ich freu mich immer was Frisches neben den sonst meist verkochten Sachen zu haben. Zum Essen gibt es übrigens auch immer Chai (Abends manchmal mit frischer Milch) und ganz ganz selten mal Saft aus Passion und Avocado.

Chapati (Hier mal in Tanga zum Frühstück)
Makande

Ein Ugali Festmahl… Normal sind 1-2 Beilagen

Allgemein kann ich sagen, dass mir das Essen hier (meist) gut schmeckt (ein bisschen viel Öl.. aber damit muss ich jetzt ein Jahr leben 😀 ). Meine Familie versucht sich zu bemühen, dass es immer mal wieder Abwechslung gibt und ich nicht immer das Selbe esse, was sich bei den nicht ganz so zahlreichen Gerichten manchmal nicht soo leicht gestaltet. Wenn es dann mittags schon Makande gab und Abends wieder ist das halt echt nicht so toll… aber gut das geht auch. Mehr Probleme habe ich immernoch mit dem so späten Abendessen. Ab sechs Uhr wird in der Küche zusammen gekocht (eine Zeit, die ich auch gerne mit dabei sitze und rede oder einfach mithelfe) aber Essen gibt es meist erst so zwischen halb 9 und 9 Uhr. Die Zeit vorher wird manchmal überbrückt mit rohem Mais, der vor dem Feuer gebraten wird oder ich nasche ein frisches Bajia. 🙂

Vielleicht denkt man sich bei dem ein oder anderen Foto: Was sind das eigentlich für komische Töpfe in denen meistens das Essen serviert wird? Hier seht ihr die besagten HotPots! Ohne die geht (fast) gar nichts 😀 In den Töpfen, die hier wirklich jeder in etlichen großen hat, wird erstmal alles Essen getan, wenn es fertig ist. Da hier oft durcheinander gekocht wird (oder ich hab das System einfach noch nicht raus), kann so verhindert werden, dass die Sauce zum Reis eiskalt wird wenn sie noch eine Stunde rumsteht oder der Ugali kann unbedenklich auch mittags schon für abends mitgekocht werden. Also ein Dank an die HotPots, dass ich immer warmes Essen bekomme und alle weiter auf Polepole (ruhig) machen können (was sie sowieso machen 😀 ) ohne, dass alles dabei kalt wird.

Ich hoffe ich konnte jetzt einen kleinen Einblick geben und ihr könnt euch besser Vorstellen, was es hier so an kulinarischen Köstlichkeiten gibt. Bei mir gibts jetzt hoffentlich auch bald was, mein Magen knurrt nämlich schon. 😀

Also, macht’s gut und ich wünsche allen eine wundervolle Vorweihnachtszeit! Für mich geht’s im Dezember an den Viktoria See und dann bin ich mal gespannt wie Weihnachten hier so wird. (Doppelt gespannt, weil ich noch nicht einmal weiß, wo ich es feiern werden. Spontanität lebt.) Weihnachtsgefühle kamen jedenfalls noch gar keine hoch so im kurzen Rock und Tshirt draußen :DD

Ganz aktuell noch etwas erfreuliches: mein Workpermit ist endlich fertig! Da jetzt erstmal Ferien sins geht es im Januar dann wider richtig los, dann ist das Resindet Permit wohl auch fertig. Ich freu mich 🙂

Von Visaproblemen und tansanischen Partymarathons

Jaa… was war eigentlich los in den letzten Wochen? Um dies schon mal vorwegzunehmen: der letzte Stand hat sich leider noch nicht wirklich verändert. Sprich ich darf nun mittlerweile schon seit meinem Trip nach Singida nicht arbeiten, was echt unglücklich ist. Dazu schreib ich am Ende noch ein paar Neuigkeiten.
Der Alltag ohne Arbeit… Da ist er nun, der Traum aller Schüler (auch meiner in den endlosen Mathestunden): einfach mal nichts tun und frei haben. Lasst es euch sagen: Nicht cool! Gar nicht cool! (Jedenfalls nicht auf Dauer und in einem Mini-Ort wo ich lebe) Es gab Tage an denen die Wäsche gewaschen, das Essen gekocht, das Zimmer aufgeräumt (Jaa, auch ich kann das! 😀 ) und etliche Nachbarn besucht waren und ich einfach frei hatte. Da kann sich so ein Vormittag wirklich mal hinziehen. Nachmittags gehen wir meistens in das Jugendzentrum und kümmern uns um dieses und die Bibliothek. Lieferungen annehmen, zählen und einsortieren, mit den Kindern spielen oder draußen Unkraut jäten und einfach mal klarschiff machen… Da ich viel hier in der Gegend rumkomme lerne ich so ein bisschen mehr das Dorfleben kennen, was auch mal ganz schön ist. Ich konnte die Gegend weiter erkunden und ich bekomme langsam auch ein wenig Orientierung „hintenraus“. Außerdem fand ich es echt cool mal auf eine Konfirmationsfeier hier zu gehen. Das hätte ich nicht gekonnt, wenn ich zur Schule gegangen wäre, denn die kirchliche Feier ist Sonntags aber die eigentliche Feier immer innerhalb der Woche danach. (Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass noch 3 ½ derartige Feiern folgten 😀 ) Das Wetter ist hier übrigens mittlerweile wunderbar! Tagsüber heizt die Sonne und Abends bleibt es stets angenehm und man friert nicht mehr. Da kann man auch mal knapp zwei Stunden den Berg, den ich sonst mit dem Bodaboda hochfahre, durch die steilen Felder hochlaufen ohne zu zerlaufen, wie es in Tanga der Fall wäre 😀

Ein weiterer Grund für die zig Tücher, die alle Frauen hier immer an sich tragen… Quengelt das Kind wird es einfach schnell aufgebunden.

Unsere neuste Errungenschaft ist diese Batterie, die durch eine Solarplatte auf unserem Dach aufgeladen wird. Alle Zimmer (bis auf meins 😀 )werden jetzt mit Solarlicht beleuchtet, also bin nurnoch ich die Person die mit Stirnlampe im Zimmer rumläuft wenn (wie nicht selten) der Strom mal wieder versagt. Außerdem liegt hier jetzt immer eine Ansammlung Handys von irgendwelchen Nachbarn zum laden. Übrigens auch mal spannende Schreibweise des Namens „Violet“ 😀
Dauert gern mal zwei Stunden das waschen… Es ist trotzdem immer unterhaltsam wenn welche zum reden da sind 🙂 Abdul wollte auch mal ran 😀
Im Jugendzentrum

Als Kontrastprogramm zu unter-der-Woche hatte ich die letzten Wochenenden immer verplant. Ein Wochenende waren Alexandra und Theresia da und wir machten uns auf den Weg zum Irente-View-Point. Einem Aussichtspunkt mit atemberaubender Sicht auf das flache Land vor dem Usambara-Gebirge ganz in der Nähe von Lushoto. Mit dem Bodaboda hoch und zu Fuß wieder runter erwies sich als eine super angenehme Kombi und wir verbrachten einen schönen Tag hier im Gebirge und in Lushoto.

Auch kein seltener Anblick, dass einem eine Kuhherde entgegenkommt 😀 (optional auch mal Ziegen)

Das vorletzte Wochenende im Oktober verbrachte ich bei Theresia in Tanga. Zufälligerweise waren die Singida/ Iguguno Freiwilligen auch dort und einen Nachmittag trafen wir uns zusammen in der Bäckerei und machten ganz „deutsch“ ein kleines Kaffeekränzchen 😀 Ich muss sagen, ich vermisse Kaffee schon sehr! Montags begleitete ich Theresia zur Primary School, wo ich direkt mal als Vertretungslehrerin eingesetzt wurde. Ich kannte zwar weder die Schüler noch die Schule aber wie macht man Sechstklässler am leichtesten glücklich? Richtig. Fußball. Ein Ball war schnell aufgetrieben und wir spielten eine Stunde draußen auf dem Feld. Danach konnte ich mein Französisch noch ein wenig in der Stunde vom Französischlehrer auffrischen und der Schultag war auch schon wieder vorbei. Dienstag machte ich mich mit Pili (Sie arbeitet in der Dispensary) auf den Weg zu einer Freundin von einer Freundin Pilis um mir ein Henna malen zu lassen. Ich finde es immer wieder beeindruckend wie „vernetzt“ hier alles ist. Zwei Anrufe werden getätigt und schon sitze ich mit ihr in einer wildfremden Wohnung und nach zwei Stunden warten nehm ich auf dem Schemel vor einer zwar fremden aber sehr freundlichen Frau platz und sie malt geschickt auf meinem Arm rum.

Ein kleiner Einblick in den Stoffmarkt

Am folgenden Wochenende machte ich mich früh morgens mit dem Direktbus von Mbelei auf den Weg nach Moshi. Nach einer holprigen Fahrt die ungepflasterte Straße nach Soni runter, ging es entspannt durch bis nach Moshi, wo ich mich mit Alexandra und Paul traf. Wir liefen ein wenig durch die Stadt, aßen was kleines zu Mittag und machten (leider) noch Bekanntschaft mit den
Beauftragten für die Sauberkeit in Moshi. Für alle, die mal vorhaben nach Moshi zu gehen: Werft einfach nichts auf den Boden, auch wenn es noch so klein ist, die Kontrollieren es wirklich! 😀 Die
„Bestrafung“ ist wirklich nicht billig und zum finanziellen kommt noch hinzu, dass man von etwa 20 Mamas, die ihre Verkaufsstände vor dem Office angelegt haben, ausgelacht wird. Das kann man
dann (wohl oder übel) auch von der „Erlebt-in-Tansania“-Liste abhaken. Wir machten uns mit Daladala und Bodaboda auf den Weg in den kleinen Ort, wo die beiden wohnen. Da auch dieser am Gebirge liegt, sieht es ähnlich aus wie bei mir. Lediglich die Erde ist ein bisschen röter und es ist nicht ganz so inmitten der Berge aber auch ein weiteres sehr schönes Fleckchen Erde! Ich verbrachte mein verlängertes Wochenende in Pauls Gastfamilie, in der ich mich wirklich wohl fühlte. Wir schauten uns die Umgebung an und sind zu einem alten Funkzentrum auf den Berg gelaufen, von wo aus man eine weite Sicht auf die Gegend hat, außerdem waren wir abends was im Shop von Pauls Mama trinken oder haben mit seiner Gastschwester Kresha gespielt. Montags war ich dann mit in der Secondary School und konnte einen kleinen Einblick vom Ablauf dort
gewinnen. Hat mich wirklich sehr an meine Secondary hier erinnert… vor allem was den Unterrichtsablauf angeht 😀 Wir waren zwar rechtzeitig zur ersten Stunde da, nur leider hatten die Schüler, wie man uns mitteilte, grade Reinigung und machen die Schule sauber. Wir sollen warten. Das Warten überdauerte dann beide von Pauls Stunden und somit war der Unterricht morgens dann
auch erledigt. Wir holten uns ein paar Mandazis (die sie dort mit Pilipili-Sauce essen) und setzten uns auf die Wiese vor der Schule, von hier hat man auch eine wirklich weite Sicht ins Flache. Das
Wochenende war mal wieder schnell vorbei und Dienstags hieß es für mich schon wieder ab nach Hause.

Klare Sicht auf die Spitze des Kilimanjaro

Zum Thema Partymarathon. Den haben Theresia und ich nämlich jetzt hinter uns. Theresia kam letzten Freitag und blieb bis Mittwoch. Kurzfassung: Sonntag von 11 bis 15 Uhr Kirche (die
eigentlich schon um 9 Uhr angefangen hat), Montag von 9 bis 18 Uhr Konfirmationsfeier von Nelly (wobei die eigentliche Feier grade mal knapp zwei Stunden ging), Dienstag 12 bis 18 Uhr
Konfirmationsfeier bei Mama Glory (ich weiß leider bis heute nicht wie der „Befeierte“ hieß… vielleicht liegt es ja daran, dass ich sämtliches Gehör bei der viel zu lauten Musik dort verloren
habe 😀 ) und Mittwoch ein letztes Mal Johnis Feier von 12 bis 17 Uhr (die oben erwähnte halbe Feier erlebte ich noch auf meinem Rückweg von Johnis Feier, zu der Glory und ich kurzfristig noch
gingen… hier kennt wirklich jeder jeden 🙂 ) Die Feiern sind nicht wirklich vergleichbar zu solchen, die ich aus Deutschland kenne und ich bin wirklich sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit habe auch so etwas mal mitzubekommen! Es ist echt schwer eine solche Feier in Worte zu fassen und
viele Traditionen lassen mich selbst noch im Dunkeln stehen aber Bilder sagen bekanntlich viel…

Ein Meer an bunten Farben: Die Kirchliche Feier

Die Vorbereitungen für das Essen fanden meist unmittelbar neben der Feier auf improvisierten „Herden“ statt. In den riesen Töpfen köchelt Pilau und Reis, der nach der Feier gegessen wird. (Mit den Händen natürlich 🙂 )
Wie bei vielen Feiern muss der „Befeierte“ seine Gäste und umgekehrt mit kleinen Kuchenstücken füttern.

Noch ein kurzes Update bezüglich dem Workpermit. Diese Woche sollten diese scheinbar endlich die in Daressalam abgeholt werden und es kann endlich mit dem Beantragen vom Residentpermit losgehen. Das heißt, dass ich auch zeitnah meine Quittung dafür in der Hand halten sollte und damit endlich wieder loslegen kann. Ich freu mich!! Eine sehr ernüchternde Nachricht errichte uns jedoch Anfang der Woche… Irene, die sich um das alles kümmert, benachrichtigte uns, dass seit etwa einer Woche eine neue Regelung bezüglich des Workpermits eingetreten ist. Diese besagt, dass Freiwillige einer
christlichen Organisation, wie Kolping eine ist, ihr Workpermit nicht mehr bezahlen müssen sondern nur ein schreiben eines Bischofs brauchen. Wir sind alle enttäuscht und verärgert… 500
Dollar praktisch umsonst ausgegeben zu haben ist sehr ärgerlich. Es wird zwar versucht jetzt im Nachhinein etwas zurück zu bekommen, es sieht aber eher schlecht aus. Naja das Positive ist jetzt
wenigstens, dass die Sache für die Zufunkft endlich mal geklärt ist. (Sollte sich nicht mal wieder kurzfristig und im Unwissen aller was ändern 😉 )
So.. das wars vorerst von mir und ich melde mich bald wieder!